Interpol sucht Kolumbiens Ex-Geheimdienstchefin Pilar Hurtado

 

María del Pilar Hurtado steht nun auf der Fahndungsliste der internationalen Polizeibehörde (Foto: interpol.int)

Bogotá, 30. Januar 2015 – Die internationale Polizeibehörde setzt María del Pilar Hurtado auf die Fahndungsliste: Die frühere kolumbianische Geheimdienstchefin muss sich unter anderem wegen Verschwörung und Amtsmissbrauch verantworten. Vermutlich hält sie sich derzeit in Panama auf.

Die internationale Polizeibehörde Interpol fahndet weltweit nach der früheren kolumbianischen Geheimdienstchefin María del Pilar Hurtado. Der 51-Jährigen werden unter anderem Verschwörung und Amtsmissbrauch vorgeworfen, wie es in dem am Freitag veröffentlichten Festnahmeersuchen (Rote Notiz) hieß. Das kolumbianische Außenministerium erkannte Pilar Hurtado außerdem die kolumbianische Staatsangehörigkeit ab und erklärte ihren Pass als ungültig.

Als Direktorin des mittlerweile aufgelösten Geheimdienstes DAS (Departamento Administrativo de Seguridad) soll Pilar Hurtado während der Amtszeit von Präsident Álvaro Uribe (2002-2010) für die Überwachung von Regierungskritikern verantwortlich gewesen sein. So wurden Telefongespräche von Politikern, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten abgehört.

Im November 2010 hatte sich Pilar Hurtado nach Panama abgesetzt. Dort hatte ihr Präsident Ricardo Martinelli, ein enger Freund von Kolumbien Ex-Präsident Uribe, zunächst Asyl gewährt. Dieses wurde kurz darauf jedoch wieder vom Obersten Gerichtshof aufgehoben. Beobachter vermuten allerdings, dass sie sich immer noch in Panama aufhält. (dmz/ds mit Material von dpa)

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