Kampf um die Casa Rosada – Scioli mahnt Peronisten zur Einheit

Daniel Scioli, Kandidat des Regierungslagers, hat vor den Folgen eines Machtwechsel in Argentinien gewarnt und die Peronisten zur Einheit aufgerufen (Foto: Newsweek / Twitter)

Buenos Aires, 1. November 2015 – Im Kampf um das argentinische Präsidentenamt hat der Kandidat des Regierungslagers, Daniel Scioli, vor den Folgen eines Machtwechsel gewarnt und die Peronisten zur Einheit aufgerufen. Am 21. November muss erstmals in einer Stichwahl der neue Bewohner des Präsidentenpalastes, der Casa Rosada bestimmt werden.

„Als der Peronismus zweimal in den letzten 30 Jahren Wahlen verloren hat, endete dies in katastrophalen Regierungsergebnissen, einmal in einer Hyperinflation und das andere Mal in einer Krise ohne Beispiel“, sagt Scioli der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Staatspleite während der Amtszeit von Fernando de la Rúa Ende 2001.

Am 21. November muss erstmals in einer Stichwahl der neue Bewohner des Präsidentenpalastes, der Casa Rosada bestimmt werden. Die seit 2007 regierende Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner darf gemäß der Verfassung nicht noch einmal antreten. Der konservative Oppositionspolitiker Mauricio Macri rechnet sich gute Chancen aus.

Scioli braucht vor allem die Stimmen derjenigen, die in der ersten Runde für den Drittplatzierten Sergio Massa, einen Ex-Kabinettschef Kirchners, gestimmt hatten. Seit dem Übergang zur Demokratie haben fast immer Anhänger der Politik des Mehrfach-Präsidenten Juan Domingo Perón das drittgrößte Land Lateinamerikas regiert, die auf staatlich gelenkte Wirtschaftspolitik und Sozialprogramme setzten. Es sei «sehr problematisch», wenn ein Peronist für Mari stimmen würde, so Scioli. (dmz/dpa/hl)