Kartellamt ermittelt gegen mehrere mexikanische Fluglinien

 

Eine Boeing 737-700 von Aeroméxico (Foto: Aero Icarus / Flickr)

Mexiko-Stadt, 21. April 2015 – Haben sich Fluggesellschaften wie Aeroméxico, Interjet und Volaris illegal abgesprochen? Das mexikanische Kartellamt geht dem Verdacht nach, dass gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Sollte das der Fall sein, könnten auf die Fluglinien hohe Geldstrafen zukommen.

Das mexikanische Kartellamt Comisión Federal de Competencia Económica (COFECE) geht dem Verdacht nach, dass mexikanische Fluglinien gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen haben. Es werde geprüft, ob Airlines illegale Absprachen oder Verträge über Preismanipulationen, Einschränkungen von Bedarf und Nachfrage, Marktsegmenten oder Positionsausschreibungen getroffen haben. Das teilte die Behörde am Dienstag mit.

Konkret geht es demnach sowohl um den Passagier- als auch Frachtverkehr mit Start und/oder Ziel in Mexiko. Die COFECE betont, dass es lediglich um Vorermittlungen geht, um entsprechende Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht (Artikel 9 des Ley Federal de Competencia Económica) zu prüfen.

Zu den größten Fluggesellschaften in Mexiko zählen Aeroméxico, Interjet und Volaris. Sollten sich die Verstöße bestätigen, kann das Kartellamt diese mit Geldstrafen von bis zu zehn Prozent der Einkünfte gegen die Unternehmen ahnden, wie die Nachrichtenagentur dpa schreibt. Verantwortlichen Managern drohen demnach Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren. (dmz/ds/hl)