Keine Strafe für Mexiko wegen Fangesänge

 

Rio de Janeiro, 23. Juni 2014 – Die FIFA-Disziplinarkommission hat ein Verfahren gegen den mexikanischen Fußball-Verband wegen homophober Fangesänge seiner Fans bei WM-Spielen eingestellt. Das teilte der Fußball-Weltverband am Montag in Rio de Janeiro mit. Beim ersten Spiel in Natal hatten mexikanische Fans den kamerunischen Torwart als „Puto“ (Stricher) diffamiert. Im mexikanischen Fußball wird der Ruf seit einigen Jahren bei Abstößen des gegnerischen Keepers verwendet.

Die FIFA hat sich dem Kampf gegen jede Art der Diskriminierung verschrieben, zeigte sich in diesem Fall aber milde. Beim zweiten Gruppenspiel der Mexikaner gegen Brasilien waren entsprechende Beleidigungen der gegnerischen Spieler aus beiden Fanlagern zu hören gewesen. Auch der Verband des WM-Gastgebers hat nach dem Urteil wohl keine Konsequenzen zu fürchten.

Noch keine Entscheidung hat die FIFA in den Rassismus-Fällen von kroatischen und russischen Fans in deren ersten WM-Spielen gegen Brasilien und Südkorea getroffen. Anhängern beider Teams wird vorgeworfen, Banner mit Neonazi-Symbolen aufgehängt zu haben. (dpa/dmz/hl)

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