Kolumbianer sollen über Friedensvertrag mit Farc-Guerilla entscheiden

 

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos (Foto: El Nuevo País y Zeta / Twitter)

Bogotá, 13. November 2015 – Nach dem geplanten Friedensabkommen zwischen der Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc sollen die Kolumbianer den Vertrag im kommenden Jahr in einem Plebiszit billigen. „Wir werden eine Volksabstimmung machen, damit das kolumbianische Volk sagen kann: Das gefällt uns oder das gefällt uns nicht“, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Donnerstag.

Nach jahrelangen Verhandlungen soll der Friedensvertrag spätestens im März 2016 unterzeichnet werden. Das Plebiszit ist für Mai oder Juni kommenden Jahres geplant. „Wenn die Bevölkerung das Abkommen ablehnt, werden wir das akzeptieren, und der Krieg wird 20 oder 30 Jahre weitergehen“, sagte Santos. In dem Konflikt sind bislang mehr als 220 000 Menschen getötet und Millionen Kolumbianer vertrieben worden.

Bislang fordern die Farc eine verfassungsgebende Versammlung, um den Friedensvertrag zu billigen. Auch ein Referendum, bei dem über alle Punkte des Abkommens einzeln abgestimmt wird, war zuletzt im Gespräch. Die Regierung lehnt beide Alternativen als unpraktikabel ab. (dmz/dpa/hl)