Kolumbianischer Paramilitär-Chef zu Haftstrafe in USA verurteilt

 

Paramilitär und Drogenhändler Rodrigo Tovar Pupo (Foto: Notimérica / Twitter)

Washington, 8. November 2015 – Der frühere kolumbianische Paramilitär-Kommandeur Rodrigo Tovar Pupo alias „Jorge 40“ in den USA wegen Drogenhandels zu sechzehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Unter Anrechnung der Untersuchungshaft und bei guter Führung könnte er allerdings nach etwas mehr als fünf Jahren bereits entlassen werden, wie die Zeitung „El Tiempo“ am Freitag berichtet.

„Jorge 40“ war eine Schlüsselfigur in einem politischen Skandal in Kolumbien. Auf seinem Computer entdeckte Daten wiesen auf umfangreiche Kontakte kolumbianischer Politiker zu den rechtsgerichteten Paramilitärs hin.

Im Gegensatz zu den anderen an die USA ausgelieferten Paramilitär-Chefs machte Tovar keinen Deal mit den Behörden und focht sein Strafverfahren bis zuletzt aus. Seiner Darstellung nach trieb er lediglich „Steuern“ von den Drogenhändlern ein, um die linke Guerilla bekämpfen zu können. Somit sei er ein Verbündeter der USA gewesen. (dmz/dpa/hl)