Kolumbien stellt U-Boote aus Deutschland in Dienst – umgebaut bei ThyssenKrupp Marine Systems

 

Früher U 23 und U 24, jetzt „Unerschrocken“ und „Unbeugsam“: die ehemals deutschen U-Boote sind jetzt im Dienst der kolumbianischen Marine (Foto: Twitter)

Cartagena, 5. Dezember 2015 – „Unerschrocken“ und „Unbeugsam“: Diese Namen sind Programm für zwei U-Boote aus Deutschland. Auf diese Namen hat sie Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos am Samstag in der Hafenstadt Cartagena getauft und in Dienst gestellt. Die beiden U-Boote der Klasse 206 gehörten früher als U 23 und U 24 der deutschen Marine und wurden ausgemustert.

In der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems wurden sie für ihren neuen Einsatz in Kolumbien umgebaut. Der Kaufpreis soll bei 119 Millionen US-Dollar liegen. Medienberichten zufolge will Kolumbien die U-Boote auch im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel einsetzen. Für den Schmuggel von Kokain nach Mittelamerika setzen die Kartelle auch immer wieder selbst gebaute U-Boote ein. (dmz/dpa/hl)