Kolumbiens Präsident Santos: Vom Kriegsminister zum Friedensbringer

 

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos: „Ich gehöre einer Generation an, die nie im Frieden gelebt hat“ (Foto: almomento.mx)

Bogotá, 25. September 2015 Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat den Friedensprozess mit der marxistischen Guerillaorganisation Farc in den Mittelpunkt seiner Amtszeit gestellt. Der 64-Jährige betonte mehrfach, er gehöre einer Generation an, die nie im Frieden gelebt hat.

Santos studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität von Kansas in den USA und öffentliche Verwaltung in Harvard. Später stieg er in das Verlagsgeschäft seiner Familie ein, die lange Zeit die größte Tageszeitung «El Tiempo» kontrollierte.

Er stammt aus einer der einflussreichsten Familien des Landes. Sein Großonkel Eduardo Santos war von 1938 bis 1942 Präsident Kolumbiens, sein Cousin Francisco Santos Vizepräsident in den 2000er Jahren unter Álvaro Uribe.

Santos gehörte verschiedenen Regierungen als Handels-, Finanz- und Verteidigungsminister an. Bei den Präsidentschaftswahlen 2010 präsentierte er sich als Erbe seines Amtsvorgängers Uribe. Als er 2012 die Friedensgespräche mit den Farc einleitete, überwarf er sich allerdings mit dem konservativen Hardliner. (dmz/dpa/hl)