„Kugeln und Schokolade“: Lila Downs singt über Gewalt in Mexiko

 

Das neue Album „Balas y chocolate“ der US-mexikanischen Sängerin Lila Downs (Foto: liladowns.com)

Mexiko-Stadt, 24. März 2015 – Sängerin Lila Downs sorgt sich über die „Welle der Gewalt“ in ihrem Heimatland. In ihrem neuen Album „Balas y chocolate“ thematisiert sie unter anderem das Verschwinden der 43 Studenten. „Ich bin traurig über das, was passiert“, sagt die Latin-Grammy-Award-Gewinnerin. Dennoch will sie auch Mut machen.

Sängerin Lila Downs (48) bereitet die „Welle der Gewalt“ in ihrer Heimat Mexiko Sorgen. Mit den Songs ihres neuen Albums „Balas y chocolate“ (Kugeln und Schokolade) bringe sie ihre Beunruhigung über Fälle wie das Verschwinden der 43 Studenten in Iguala zum Ausdruck, sagte die US-amerikanisch-mexikanische Künstlerin am Montag bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt.

„Ich bin traurig und besorgt über das, was in diesem Land passiert, weil ich andere Eltern sehe, die ihre sehr jungen Kinder verloren haben“, sagte Downs, die selbst Mutter eines adoptierten Jungen ist. In ihren Songs mischt die Latin-Grammy-Award-Gewinnerin traditionelle mexikanische Rhythmen mit Jazz, Blues und Soul.

Im Interview mit der Zeitung „El Universal“ betont Downs, dass es ihr jedoch auch darum geht, eine hoffnungsvolle Botschaft zu vermitteln. „Ich denke, dass wir Stück für Stück Fortschritte machen“, sagte sie. „Ich glaube an mein Land und die guten Leute in meiner Heimat“, sagte die Sängerin aus Oaxaca.

Vor rund einem halben Jahr sollen die jungen Menschen von Polizisten verschleppt und der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“ übergeben worden sein. Mehrere Bandenmitglieder räumten ein, die Studenten ermordet zu haben. Das Verbrechen hatte ein Schlaglicht auf die Verbindungen zwischen Politikern, Sicherheitskräften und Kriminellen geworfen. Drahtzieher der Tat soll das Bürgermeisterehepaar von Iguala sein. Die Angehörigen der Opfer erkennen die Ermittlungsergebnisse der Generalstaatsanwaltschaft, die die Studenten für tot erklärten, nicht an. Seit Februar untersucht ein internationales Expertenteam den Vorfall. (dmz/ds mit Material von dpa)