Familien von Verschleppten wollen Papst Franziskus in Mexiko treffen

 

Per Brief fordert die „Bewegung für unsere Verschwundenen“ Papst Franziskus auf, sich mit den Angehörigen der vielen Vermissten in Mexiko zu treffen (Foto: Facebook)

Mexiko-Stadt, 10. Dezember 2015 – Die Angehörigen der zahlreichen Vermissten und Verschwundenen in Mexiko drängen auf ein Treffen mit Papst Franziskus bei dessen Besuch im kommenden Jahr. „Wenn Sie jetzt nach Mexiko kommen, wollen wir Sie um einem Moment bitten, in dem wir Ihnen unser Gesicht zeigen können.“

„Wir möchten mit Ihnen sprechen und Ihnen sagen, dass wir Familien sind, die täglich dafür kämpfen, dass die Unseren bald zurückkehren“, schrieb die „Bewegung für unsere Verschwundenen“ in einem am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Brief an Franziskus. „Es ist ein Hoffnungsschimmer in all der Hoffnungslosigkeit, dass Sie in dieses Land kommen, geprägt von Gewalt und Unsicherheit.“

Im vom Drogenkrieg gezeichneten Mexiko gelten mehr als 20 000 Menschen als verschwunden. Das katholische Kirchenoberhaupt will das Land im Februar besuchen. Geplant sind Stationen im Norden und Süden von Mexiko sowie in der Kriminalitätshochburg Michoacán. Einzelheiten zu der Reise sollen in wenigen Tagen bekannt gegeben werden. (dmz/dpa/vs/hl)