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Kultur & Gesellschaft

Mexiko-Stadt: Figur junger indigener Frau ersetzt Kolumbus-Statue am Paseo de la Reforma

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Steinskulptur „Die Jugendliche von Amajac“, die zwischen den Jahren 1450 und 1521 entstanden sein soll. (Foto: inah.gob.mx)

Mexiko-Stadt, 12. Oktober 2021 – An der früheren Stelle einer Statue von Christoph Kolumbus im Zentrum von Mexiko-Stadt soll eine Figur einer jungen indigenen Frau errichtet werden. Es handelt sich um eine rund sechs Meter hohe Kopie einer vor kurzem entdeckten Skulptur ungefähr aus der Zeit der Ankunft von Kolumbus in der Neuen Welt, wie die Bürgermeisterin der mexikanischen Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, am Dienstag mitteilte. Das sei eine Hommage an indigene Frauen, die immer wieder Opfer von Rassismus und Diskriminierung geworden seien.

Wenige Wochen zuvor hatte Sheinbaum erst einen anderen Ersatz der Kolumbus-Statue präsentiert. Die Skulptur eines Kopfes von einem zeitgenössischen Künstler, die ebenfalls indigene Frauen repräsentieren sollte, sorgte wegen ihres Aussehens allerdings für Spott. Die neue Lösung ist eine Kopie der zwei Meter hohen Steinskulptur „Die Jugendliche von Amajac“, die zwischen den Jahren 1450 und 1521 entstanden sein soll und im Januar im östlichen Bundesstaat Veracruz zufällig von Bauern gefunden wurde. Sie stellt Archäologen zufolge wahrscheinlich eine Herrscherin dar.

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Die Kolumbus-Statue stand seit 1877 an der Prachtstraße Paseo de la Reforma. Sie wurde bereits im Oktober vergangenen Jahres entfernt – um sie zu restaurieren, hieß es damals. Zuvor hatten linke Gruppen gedroht, sie am 12. Oktober vom Sockel zu stoßen. An diesem Tag wird in zahlreichen Ländern in Amerika der Ankunft von Kolumbus 1492 in der Neuen Welt gedacht. Die Statue soll nun an einem weniger prominenten Ort – einem kleinen Park – wieder aufgestellt werden.

Der Italiener Kolumbus (1451-1506) wird häufig als „Entdecker Amerikas“ bezeichnet. Für seine Gewalt gegen die Ureinwohner und dafür, entscheidend zum transatlantischen Sklavenhandel beigetragen zu haben, wird er aber auch viel kritisiert. (dpa/dmz/hl)

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