Papst Franziskus will mehrere Konfliktregionen in Mexiko besuchen

 

Papst Franziskus kommt am 12. Februar für eine Woche nach Mexiko (Foto: CNA Deutsche Ausgabe / Twitter)

Mexiko-Stadt, 11. November 2015 – Papst Franziskus will in Mexiko auch die gefährlichen Regionen besuchen. Dazu gehören Chihuahua im Norden, Michoacán im Westen und Chiapas im Süden, teilte das mexikanische Außenministerium mit. Der Pontifex besucht vom 12. bis 20. Februar Mexiko. Weitere Einzelheiten sollen vom Vatikan am 12. Dezember bekanntgegeben werden.

Der Bundesstaat Chihuahua im Norden des Landes grenzt an die Vereinigten Staaten und liegt auf der Migrationsroute, die jährlich von hundertausenden Mittelamerikanern zur Flucht in die USA genutzt wird. Ausgangspunkt von vielen Migranten ist der Bundesstaat Chiapas. In der im süden gelegenen Region kommen jährlich Zentausende Einwanderer aus Mittelamerika an und machen sich auf die beschwerliche Reise ins „gelobte Land“. Jedoch sind sie, auf der zwischen 2000 und 4000 Kilometer langen Strecke durch Mexiko, räuberischen Banden schutzlos ausgeliefert.

Im Bundesstaat Michoacán liefern sich rivalisierende Drogenkartelle blutige Auseinandersetzungen, gegen deren Herrschaft sich selbsternannte Bürgerwehren zur Wehr setzen. Einige der Bürgerwehrn sind inzwischen in reguläre Landpolizeieinheiten integriert worden, andere bekriegen sich untereinander um Vormacht und Posten.

Bei seinem Besuch in Mexiko-Stadt wird Papst Franziskus eine Messe in der berühmten Wallfahrtsbasilika von Guadalupe halten, wo schon Papst Johannes Paul II. die tiefreligiösen Mexikaner bei seinen Besuchen in den Bann zog. (dmz/vs/hl mit Material von dpa)