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Kultur & Gesellschaft

„Supernova“: Colin Firth und Stanley Tucci in Demenz-Drama

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Die Schauspieler Stanley Tucci (links) und Colin Firth (rechts). (Screenshot)

Was passiert, wenn ein geliebter Partner langsam in die Demenz abgleitet? Das stille Drama „Supernova“ geht dieser Frage mit zwei überzeugenden Hauptdarstellern nach.

Berlin, 7. Oktober 2021 – Sie sind mit ihrem alten Wohnmobil unterwegs, und bekommen sich gleich mächtig in die Haare: Der Pianist Sam (Colin Firth) und sein langjähriger Lebensgefährte Tusker (Stanley Tucci) unternehmen eine Reise zu den Orten ihrer Vergangenheit, wollen ihre Familie und Freunde besuchen.

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Aber die kleinen Sträßchen im idyllischen Lake District in Nordengland muss man erst einmal finden. Also frotzelt Tusker munter drauf los, während der eher betrübte Sam sich um den richtigen Weg kümmert. Sam hat allen Grund zur Sorge: Bei seinem Freund Tusker ist eine frühe Demenz diagnostiziert worden. Schon jetzt ist Tusker auf die Hilfe anderer angewiesen. Deshalb lässt sein Freund die musikalische Karriere ruhen. Und geht auf eine sentimentale Reise, die auch aus vielen Abschieden besteht.

Der britische Regisseur Harry Macqueen hat mit „Supernova“ ein stilles Drama vorgelegt, das sich um die großen, existenziellen Fragen dreht. Kann man einen Partner noch lieben, der einen vielleicht gar nicht mehr erkennt? Sam will auf jeden Fall bei seinem Freund bleiben, auch wenn ihm die Hilflosigkeit angesichts der fortschreitenden Krankheit ins Gesicht geschrieben steht.

Für einen so versierten Schauspieler und Herzensbrecher wie den Briten Colin Firth („A Single Man“) ist der Part des fürsorglichen Beschützers natürlich kein Problem, auch wenn er etwas zu oft mit unheilvollem Blick den Ernst der Lage zeigen soll.

Da hat der US-Amerikaner Stanley Tucci die bessere Rolle erwischt: Er darf auch mal Humor zeigen und Witze machen, gerade weil es ihm so schlecht geht. Leider erfahren wir Zuschauer trotzdem viel zu wenig über dieses Paar, ihre Vorgeschichte bleibt diffus. „Supernova“ ist ein gut gespieltes Drama im luftleeren Raum – da helfen dann die pittoresken Landschaftspanoramen aus dem Lake District auch nicht weiter. (dpa/dmz/hl)

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