Kunst in Bewegung

“Kunst in Bewegung” – eine Kooperation mit dem BBK Kunstforum Düsseldorf. Im Austausch werden acht Künstlerinnen aus Mexiko im November in Düsseldorf austellen

Mexiko-Stadt, 25. Juni 2014 – Ihre Gesichter drücken Lebensfreude aus und Humor. In kräftigen Farben sehen die Porträts von Mariele Koschmieder dem Betrachter ins Gesicht und fordern ihn zum Zwiegespräch. Ein Zwiegespräch mit jemandem, den selbst die Künstlerin nicht kennt oder kannte, denn sie porträtiert nicht die Figuren, sondern malt ihre Gesichter aus dem Gedächtnis – meistens sind sie das Ergebnis von zufälligen Begegnungen und Beobachtungen in der U-Bahn, in der Kneipe, auf einem Markt, oder auf einer Reise, erzählt Mariele Koschmieder im Gespräch mit der DMZ. Sie ist eine von acht Künstlerinnen, die bis 6. Juli im Museo Nacional de la Acuarela in Coyoacán zu bewundern sind.

Die am vergangenen Sonntag (22. Juni ) eröffnete Ausstellung ist in Kooperation mit dem BBK-Kunstforum Düsseldorfentstanden und sieht im Austausch eine Ausstellung mit acht Künstlerinnen aus Mexiko im November in Düsseldorf vor.

Die Bilder von Mariele Koschmieder, Karin Dörre, Vera Herzogenrath, Martina Justus, Rita Klein, Cornelia Leitner, Ellen Loh-Bachmann und Angelika Stienecke beweisen, wie vielseitig die Aquarellmalerei auch heute noch ist. Ob Landschaften, Motive aus der Natur, Tiere oder Menschen, ob in fließenden Farben oder in fast fotografisch präzisen Linien und Formen, ziehen sie den Betrachter in Bann. „Dieser Austausch verbindet die teilnehmenden Künstler und zeigt nicht nur ihre Geschicklichkeit, sondern auch ihre Kultur und ihre Vorschläge zur zeitgenössischen Kunst“, erklärte die Präsidentin der Mexikanischen Gesellschaft der Aquarellmaler (Sociedad Mexicana de Acuarelistas), Sandra Walz Homberg.

Zur gut besuchten Ausstellungseröffnung ist neben Mariele Koschmieder auch die bereits mehrfach ausgezeichnete Malerin Karin Dörre nach Mexiko gekommen, seit 2010 im Vorstand des BBK-Bezirksverbands Düsseldorf.

Das Duo Saúl y Manolo stimmte mit einem Potpourri mexikanischer Lieder die beiden Künstlerinnen auf Mexiko ein, und der Gesang und die Gitarrenklänge verfehlten nicht ihre Wirkung und begeisterten nicht nur die beiden Künstlerinnen; sie versetzten das gesamte Publikum in freudige Rage. Die beiden betagten Herren Saúl und Manolo begeisterte mit ihren hervorragenden Stimmen und virtuosen Fingerspiel auf den Gitarren und machten damit Mexikos sprichwörtlicher alegría de vivir ganze Ehre. Das Museum im pittoresken Stadtteil Coyoacán bot dafür den idealen Rahmen an diesem sonnigen WM- Sonntag.

Das Museum ist in einem ehemaligen Wohnhaus eines Bankers untergebracht, das auch das Büro des mexikanischen Malers und Gründers des Museo Nacional de la Acuarela, Alfredo Guati Rojo (1918-2003) beherbergte. Sehenswert ist auch die Dauerstellung, die zum großen Teil Guati Rojo gewidmet ist.

Die Bilder der acht deutschen Künstlerinnen sind noch bis 6. Juli zu sehen (Museo Nacional de Acuarelas “Alfredo Guato Rojas”, Salvador Novo 88, Barrio de Santa Catarina, Coyoacán, Mexiko-Stadt. Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr. (dmz/hl)