Lee Miller – Meisterin der surrealen Fotografie im Museo de Arte Moderno

 

Le Millers Sohn (2. Von lks.) bei der Ausstellungseröffnung im Museum der Modernen Kunst in Mexiko-Stadt (Foto: Conaculta)

Mexiko-Stadt, 27. September – Sie war ein gefragtes Model und wurde zu einer der berühmtesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts: Die US-Amerikanerin Lee Miller. Zum ersten Mal sind ihre wichtigsten Fotoaufnahmen in Mexiko und damit in Lateinamerika in einer Ausstellung zu sehen: “Lee Miller-Fotógrafa surrealista” im Museo de Arte Contemporáneo in Mexiko-Stadt. Ein Leckerbissen für Fotofreunde und Geschichte.

Die US-amerikanische Fotografin und Fotojournalistin Lee Miller arbeitete zunächst als Fotomodell und schloss sich während ihrer Zeit in Paris der progressiven Kunstszene der Surrealisten an. In Frankreich begann sie, als Porträt- und Modefotografin zu arbeiten, eröffnete danach in New York ein Fotostudio, um danach nach Kairo zu ziehen. Hier enstanden einige ihrer beeindruckendsten, vom Surrealismus geprägten Fotografien. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zog sie nach Großbritannien, wo sie bis zu ihrem Tod 1977 lebte.

So bewegt wie ihr Leben war ihre Kunst: Zu Lee Millers Hauptwerk zählt die fotojournalistische Berichterstattung vom Ende des Zweiten Weltkrieges. So dokumentierte sie die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Dachau und die Bombardierung von Hitlers Berghof auf dem Obersalzberg.

Lee Miller fotografierte die Maler Leonora Carrington und Max Ernst am Anfang ihrer Beziehung (Foto: Lee Miller / Conaculta)

Die Ausstellung umfasst insgesamt 97 Werke, darunter auch lange unveröffentlichte Fotografien wie das Bild von Leonora Carrington und Max Ernst am Anfang ihrer Beziehung. Die Sammlung ist in sieben Einheiten aufgeteilt, die die verschiedenen Etappen in Millers bewegtem Leben widerspiegeln.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Archiv Lee Miller und der Britischen Botschaft entstanden und wäre nicht möglich geworden ohne Lee Millers Sohn Antony Penrose, der die in ihrem Nachlass gefundenen Briefe und Fotografien veröffentlichte. „ Es ist ein ganz besonderer Moment, Lee Millers Werke in einem so wichtigen Ausstellungsort in Mexiko zu sehen“, sagte er bei der Eröffnung im Museum der Modernen Kunst.

Lee Miller-Fotógrafa surrealista, Museo de Arte Moderno, Paseo de la Reforma, Bosque de Chapultepec, Mexiko-Stadt, Dienstag bis Samstag von 10.15 bis 17.30 Uhr,Eintritt: 28.00 Pesos, Sonntag: Eintritt frei. Bis 21. Februar. (dmz/sw/hl)