Leichen und abgeschlagene Köpfe in Guerrero entdeckt

 

Der Fundort der Leichen nahe der Ortschaft Chilapa im Staat Guerrero (Foto: almomento.mx)

Chilpancingo, 7. Januar 2014 – Grausiger Fund in der Gemeinde Chilapa: Polizisten haben zehn Leichen sowie elf abgetrennte Köpfe entdeckt. Offenbar handelt es sich um Opfer von Bandenkämpfen in der Region. Ermittler vermuten zudem einen Zusammenhang zu einem Verbrechen vom vergangen November.

Nahe der Ortschaft Chilapa de Álvarez im Bundesstaat Guerrero haben Ermittler einen grausigen Fund gemacht. In Tepehuixco entdeckten sie auf einem Feld mit Saatgut in mehreren Gräbern insgesamt zehn Leichen und elf abgeschlagene Köpfe, wie mehrere Medien berichteten.

Die Toten hätten Folterspuren aufgewiesen und seien an Händen und Füßen gefesselt gewesen, schreibt La Jornada unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. An mehreren Stellen seien zudem Einschusswunden festgestellt worden. In der Nähe der Gräber wurden schwarze Strumpfmasken sowie eine blutverschmierte Kappe sichergestellt.

Die intakten Leichname befanden sich demnach in fünf unterschiedlichen Gräbern. Laut Behördenangaben deutet der Zustand darauf hin, dass die Opfer in der vergangene Woche getötet sein könnten. Im sechsten Grab wurden die elf Köpfe gefunden, die jedoch schon stark verwest waren. Wie La Jornada weiter schreibt, könnten diese zu den elf geköpften und verkohlten Leichnamen gehören, die Polizisten im November nahe Ayahualulco, ebenfalls in der Gemeinde Chilapa, gefunden hatten.

In Chilapa kämpfen die kriminellen Gruppen „Los Rojos“ und „Los Ardillos“ um Einfluss, die aus dem Drogenkartell Beltrán Leyva hervorgegangen waren. Zuletzt kam es in der Region immer wieder zu Schießereien. Bei den im November gefunden Leichen hatten die Täter eine an „Los Ardillos“ gerichteten Botschaft hinterlassen. (dmz/ds mit Material von dpa; Foto: almomento.mx)