Mehrere Erdbeben erschüttern Nord- und Südamerika

 

In Ungía in Kolumbien wurden 30 Wohnungen und Häuser beschädigt (Foto: unguia-choco.gov.co)

Bogotá/Washington, 29. Juli 2015 – Beben in den USA, Nicaragua, Panama und Kolumbien: In Amerika haben Erdstöße mehrere Länder erschüttert. Am stärksten bebte es in Alaska sowie in in de Grenzregion zwischen Kolumbien und Panama. Schwere Schäden oder Opfer gab es nicht.

Auf dem amerikanischen Doppelkontinent haben sich mehrere Erdbeben ereignet. Ganz im Norden erschütterte ein Erdstoß der Stärke 6,3 in der Nacht auf Mittwoch Alaska. Der Bebenherd lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS etwa 230 Kilometer südwestlich der Stadt Anchorage. Schäden wurden nicht gemeldet, auch eine Tsunami-Warnung gab es nicht. Erst am Montag hatte sich an der zu Alaska gehörenden Aleuten-Inselkette ein Beben der Stärke 6,9 ereignet.

In Süd- beziehungsweise Mittelamerika bebte die Erde zudem am Dienstagabend in der Grenzregion zwischen Kolumbien und Panama. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,1 lag etwa 37 Kilometer nordwestlich der Ortschaft Unguía im kolumbianischen Department Chocó in weniger als 30 Kilometern Tiefe, wie die kolumbianische Erdbebenwarte am Dienstagabend mitteilte. In Unguía seien Mauern und Dächer eingestürzt, sagte Bürgermeister Víctor Gómez. Menschen seien nicht verletzt worden.

Das beschauliche Ungía wurde 1510 von Spaniern nahe der karibischen Küste Kolumbiens gegründet und gilt als älteste Kolonialstadt des Landes (Foto: unguia-choco.gov.co)

Der Erdstoß war auch in mehreren kolumbianischen Departments im Nordwesten und Zentrum des Landes sowie in hohen Gebäuden der Hauptstadt Bogotá zu spüren. In der panamaischen Provinz Darién wurde das Beben ebenfalls registriert.

In Nicaragua – nördlich von Panama gelegen – waren im Laufe des Dienstags mindestens acht schwächere Beben mit eine Stärke von bis zu 4,1 spürbar. Wie Regierungssprecherin Rosario Murillo mitteilte, lag der Bebenherd bei mehreren dieser Erdstöße in der Hauptstadt Managua in nur geringer Tiefe. Die Behörden ordneten als Vorsichtsmaßnahme die Schließung von Schulen und Universitäten bis einschließlich Mittwoch an. Auch Geschäfte, Restaurants Hotels wurden am Dienstagabend geräumt.

1972 hatte ein Beben schwere Schäden in Managua angerichtet. 2014 erschütterten zwei starke Beben die Stadt. (dmz/dpa/hl)




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