Mexikanische Musiker besingen Flucht von Drogenboss „El Chapo“

 

Ein Beispiel für mexikanischen Humor: „Escape“ steht nicht nur für Flucht, sondern auch Auspuff (Foto: Unbekannt / Facebook)

Mexiko-Stadt, 14. Juli 2015 – Die sprichwörtliche Kreativität und der Humor der Mexikaner zeigt sich vor allem gerne bei besonderen Ereignissen. Der spektakuläre Gefängnisausbruch von Joaquín „El Chapo“ Guzmán bietet sich da geradezu an. Das gilt vor allem für die Autoren und Interpreten der „Corridas“. Wenige Tage nach dem spektakulären Gefängnisausbruch des Drogenbosses sind im Internet bereits mehrere Lieder zu seinen Ehren aufgetaucht.

„Der Regierung entwischen, daran ist er bereits gewöhnt. Gitter können ihn nicht aufhalten, sie konnten ihn nicht zähmen“, heißt es in dem Song „El Chapo Guzmán ist abgehauen“ und im Lied „Der König des Tunnels“: „Jetzt ist er frei wie der Wind, niemand weiß, wo er ist“. Sogenannte „Narcocorridos“ (Drogen-Balladen) sind in Mexiko sehr populär. Kartellchefs bestellen sich bei Musikern regelrecht Lieder zu ihren Ehren. Wegen Gewaltverherrlichung sind die Songs im Ranchero-Stil in einigen Regionen Mexikos verboten.

In den sozialen Medien kursieren auch unzählige „Memes“ genannte Cartoons und Fotomontagen, die den Drogenboss als Helden zeigen und Authoritätspersonen  oder andere Prominente lächerlich machen. Hier ein Beispiel mit Donald Trump als Opfer (Autor: Unbekannt / Facebook)

Der Chef des Sinaloa-Kartells war am Samstag durch einen Tunnel aus dem Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano getürmt. Es war bereits der zweite Gefängnisausbruch von „El Chapo“: 2001 floh er in einem Wäschewagen aus einer Haftanstalt in Jalisco. (dmz/hl mit Material von dpa)

 




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