Mexiko bekommt Besuch vom deutschen Menschenrechtsbeauftragten

 

Auch die gastronomische Lage wird inspiziert: „Dichtes Programm in Mexiko: Schnell noch ein Mittagsimbiss mit Botschafter Elbling zwischen zwei offiziellen Terminen“, twittert Christoph Strässer aus Mexiko-Stadt (Foto: Twitter.com/ChStraesser)

Mexiko-Stadt, 23. Februar 2015 – Der deutsche Beauftragte für Menschenrechtspolitik macht eine Visite in Mexiko: Christoph Strässer will sich ein eigenes Bild von der Menschenrechtslage machen. Neben Terminen mit Regierungsvertretern stehen auch Treffen mit Aktivisten und den Familien der ermordeten Studenten auf dem Programm.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, ist am Sonntag zu einem mehrtägigen Besuch in Mexiko eingetroffen. Bis Freitag will er sich ein Bild von der Lage im Land machen.

„Die Situation der Menschenrechte ist ein wichtiges Thema in unseren intensiven bilateralen Beziehungen mit unserem Partner Mexiko, den wir bei seinen Bemühungen um die Verbesserung der Rechtsstaatlichkeit unterstützen wollen“, sagte Strässer. .

Das Programm der Reise umfasst neben offiziellen Terminen mit der Regierung, dem Parlament und der Justiz auch zahlreiche Treffen mit Vertretern mexikanischer Menschenrechtsorganisationen. Dazu wird Strässer auch in den Bundesstaat Guerreo reisen, wo er sich mit Familienangehörigen der 43 verschwundenen Studenten von Iguala und deren Unterstützern treffen will. Weitere Station der Reise ist der Bundesstaat Michoacán.

„Austausch mit der Bevölkerung ist unerlässlich“

„Wie bei all meinen Auslandsreisen ist mir der Kontakt und Austausch mit der Zivilgesellschaft vor Ort ein besonderes Anliegen. Bei aller Offenheit, mit dem wir auf Regierungsebene den Dialog zur Menschenrechtssituation führen, ist dies unerlässlich für ein umfassendes Bild“, so Strässer.

Nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an den Studenten im vergangenen Jahr war die Menschenrechtslage in Mexiko erneut in den internationalen Fokus gerückt. Organisationen wie Amnesty International und Prodh kritisieren, dass die mexikanische Regierung zu wenig für den Schutz der Menschenrechte tue. Zuletzt hatten sie gefordert, dass die Vereinten Nationen einen Sonderberichterstatter für Mexiko und den Fall Iguala ernennen sollten (dmz/ds mit Material von dpa)