Mexiko: Ermittler analysieren Gen-Spuren von “El Chapos” Tunnelbauern

 

Der Ausstieg aus dem professionell gebauten Fluchttunnel (Foto: almomento.mx)

Mexiko-Stadt, 29. Juli 2015 – Mexikos berühmtester Drogenboss Joaquín “El Chapo” Guzmán ist immer noch verschwunden. Dafür haben die Ermittler im Fluchttunnel genetische Spuren entdeckt. Der 1,5 Kilometer lange Tunnel war professionell gebaut worden und verfügte über Strom und Belüftung.

Wie die Zeitung “La Jornada” am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, soll die DNA die Polizei zu den Helfern des Kartell-Chefs führen, die den Gang bis in das Hochsicherheitsgefängnis gegraben haben.

“El Chapo” war am 11. Juli aus der Haftanstalt El Altiplano im Zentrum Mexikos durch den Tunnel getürmt, der von seiner Zellendusche in einen Rohbau außerhalb des Gefängnisses führte. Tausende Soldaten und Polizisten suchen seitdem im ganzen Land nach dem Anführer des Drogenkartells von Sinaloa.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er bei seiner Flucht Helfer innerhalb und außerhalb des Gefängnisses hatte. Gegen drei Justizvollzugsbeamte wurde bereits ein Strafverfahren wegen Gefangenenbefreiung eingeleitet. (dmz/hl mit Material von dpa)