Mexiko schreibt Auftrag für Hochgeschwindigkeitszug neu aus

 

Eine alte Bahnstrecke im Bundesstaat Hidalgo (Foto: Plumerio Pipichas / Flickr)

Mexiko-Stadt, 14. Januar 2015 – Zweiter Anlauf für das Projekt Schnellzug in Mexiko: Das Verkehrsministerium hat den Auftrag für den Neubau der Strecke zwischen Mexiko-Stadt und Querétaro neu ausgeschrieben. Die erste Ausschreibung war wegen formaler Fehler ungültig gewesen. Auch deutsche Firmen erhalten nun eine neue Chance auf den Auftrag.

Das mexikanische Verkehrsministerium schreibt den Auftrag für den ersten Hochgeschwindigkeitszug Lateinamerikas neu aus. Am Mittwoch veröffentlichte das Ministerium die Bedingungen für das 50,8 Milliarden Pesos (etwa 2,9 Mrd. Euro) teure Bahnprojekt zwischen Mexiko-Stadt und Querétaro. Ende Juli soll der Auftrag vergeben werden.

Ende vergangenen Jahres erteilte Mexiko zunächst einem Konsortium um die China Railway Construction den Zuschlag erteilt. Kurz darauf wurde der Auftrag jedoch zurückgezogen, weil die Ausschreibungsfrist zu kurz war. Zudem geriet Präsident Enrique Peña Nieto in die Kritik, weil er Beziehungen zu einem der beteiligten Unternehmen unterhielt.

Ursprünglich hatten 16 weitere Unternehmen Interesse an dem Auftrag signalisiert. Allerdings war die Frist so kurz, dass letztlich nur die Chinesen ihr Gebot einreichten. Mit der neuen Ausschreibung könnten nun auch Siemens, Bombardier und Alstom eine neue Chance auf den Auftrag erhalten.

Der Schnellzug soll Mexiko-Stadt mit dem Industriestandort Querétaro verbinden und täglich etwa 27.000 Passagiere transportieren. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern verkürzt der Zug die durchschnittliche Fahrtdauer zwischen den beiden Städten von über zwei auf unter eine Stunde. (dmz/dpa/ds)