Mexiko und Türkei wollen Freihandelsabkommen schließen

 

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan zu Besuch bei Präsident Enrique Peña Nieto (Foto: presidencia.gob.mx)

Mexiko-Stadt, 12. Februar 2015 – Präsident Peña Nieto hat den türkischen Premier Recep Tayyip Erdoğan empfangen. Bei seinem Besuch ging es um eine Reihe von Kooperationsabkommen. Beide Länder wollen enger zusammenarbeiten, vor allem wirtschaftlich. Noch in diesem Jahr soll ein Freihandelsabkommen stehen.

Mexiko und die Türkei wollen den Handel zwischen beiden Ländern öffnen. „Wir hoffen, die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen in diesem Jahr zum Abschluss bringen zu können“, sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdoğan. Mexiko hat bereits Freihandelsabkommen mit etwa 40 Staaten geschlossen.

Nach den Gesprächen in Mexiko-Stadt unterzeichneten die Delegationen eine Reihe von Kooperationsabkommen unter anderem im Tourismusbereich. Die Handelsbilanz zwischen der Türkei und Mexiko betrug im vergangenen Jahr rund 890 Millionen US-Dollar (787 Millionen Euro). Im Dezember 2013 hatte es die letzten bilateralen Gespräche auf höchster Ebene gegeben. Damals hatte Peña Nieto auf Einladung des früheren Präsidenten Abdullah Gül die Türkei besucht. Die beiden Länder gehören gemeinsam mit Indonesien, Südkorea und Australien zum Bund der Mittelmächte Mikta.

Mexiko war nach Kolumbien und Kuba die letzte Station im Rahmen der Lateinamerikareise des türkischen Präsidenten, deren Ziel die Festigung der wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen nach Lateinamerika ist. Auf Erdoğans Reiseprogramm standen eigentlich auch ein Besuch des Matias-Romero-Instituts, wo der Präsident eine Rede halten wollte. Am Freitag wollte er zudem die Teotihuacan-Pyramiden besuchen. Der kulturelle Teil der Reise wurde jedoch kurzfristig abgesagt. (dmz/ds mit Material von dpa)