Mexiko will Produktivität ankurbeln

 

Auf der OECD-Konferenz kündigte Mexikos Präsident Erique Peña Nieto Reformen und Investitionen an, die die Prouktivität ankurbeln sollen (Foto: Presidencia)

Mexiko-Stadt, 6. Juli 2015 – Mexikos Produktivität ist in den letzten 20 Jahren um 7,6 Prozent gesunken – trotz eines moderaten Wachstums der Wirtschaft um 2,4 Prozent jährlich. Die Zukunft soll besser werden. Mit Reformen und Investitionen in die Infrastruktur will die Regierung die Produktivität ankurbeln.

Mit Reformen und Investitionen in die Infrastruktur will die Regierung von Mexiko die Produktivität von Lateinamerikas zweitgrößter Volkswirtschaft ankurbeln. “Ohne Produktivität gibt es keinen Wohlstand”, sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Montag auf der Internatinalen Konferenz zur Produktivität der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Mexiko-Stadt.

Trotz eines moderaten Wirtschaftswachstums ist die Produktivität in Mexiko zwischen 1994 und 2014 um 7,6 Prozent gesunken. Mexiko schöpfe sein Potenzial nicht voll aus, sagte Finanzminister Luis Videgaray.

Bei der Steigerung der Produktivität gehe es nicht darum, härter zu arbeiten, sondern intelligenter zu arbeiten, sagte OECD-Generalsekretär Ángel Gurría. Innovationen müssten zügiger in allen Teilen der Wirtschaft eingeführt werden. Laut einer Studie der OECD wird der Abstand zwischen hochproduktiven Unternehmen und der breiten Masse der Firmen immer größer.

 Peña Nieto kündigte die Schaffung von Industriezonen in Landesteilen mit dem größten wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rückstand an, um deren Entwicklung zu fördern. Dafür soll ein Regierungsausschuss für Produktivität einberufen werden. Für 2016 kündigte der Präsident außerdem ein “Budget auf Nullbasis” an, mit dem die öffentlichen Ausgaben und die Budgets für soziale Programme völlig umgekrempelt werden sollen. Details nannte er nicht.

 Auf dem Gipfel wurden außerdem zwei internationale Initiativen vereinbart: die Schaffung eines Iberoamerikanischen Rats für Wettbewerb und Produktivität, an dem Unternehmen aus Portugal, Spanien und Lateinamerika beteiligt sind, sowie ein Forum, auf dem über öffentliche Politik zur Erhöhung der Produktivität diskutiert werden soll.

 An der zweitägigen OECD-Konferenz über Poduktivität im mexikanischen Außenministerium nehmen Unternehmer, Akademiker und Vertreter aus mehr als 30 Ländern teil. (dmz/hl mit Material von dpa)

 




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