Mexikos Öleinnahmen sinken um 52 Milliarden Pesos

 

Raffinerie des mexikanischen Staatskonzerns Pemex in Salina Cruz, Oaxaca. (Foto: Pemex.com)

Mexiko-Stadt, 30. Januar 2015 – Das Ölgeschäft lief für Mexiko im Jahr 2014 schlechter als in den vergangenen Jahren: Die Einnahmen sanken um 7,5 Prozent. Das liegt zum einen am generell niedrigen Ölpreis, zum anderen wurde auch weniger produziert. Die Liberalisierung des Ölmarkts soll der Branche neuen Aufwind geben.

Mexikos Einnahmen aus dem Erdölgeschäft sind im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent gesunken. Grund sei der niedrige Ölpreis und eine geringere Produktion, teilte Finanzminister Luis Videgaray am Freitag mit. Im Vergleich zum Vorjahr spülte das Ölgeschäft 52 Milliarden Pesos (3,1 Mrd Euro) weniger in die Staatskasse.

Der Preis für mexikanisches Erdöl war 2014 um 9,1 Prozent gesunken. Die Produktion gab um 3,3 Prozent nach. Rund 30 Prozent der staatlichen Einnahmen in Mexiko stammen aus dem Erdöl- und Gasgeschäft.

Neue Investitionen durch Liberalisierung des Energiemarkts

Zuletzt hatte Mexiko den bislang stark regulierten Energiemarkt im Rahmen der Energiereform geöffnet, um ausländische Investoren anzulocken. Die Liberalisierung ist auch dringend nötig. Das massive Abschöpfen der Gewinne hat den Staatskonzern Pemex (Petróleos Mexicanos) langsam ausbluten lassen. Jahrzehntelang wurde kaum in moderne Technik investiert, bei anspruchsvollen Förderverfahren wie in der Tiefsee oder in Schiefergasvorkommen hinkt Pemex nun hinterher. Die tägliche Erdölförderung ging von 3,4 Millionen Barrel (159 Liter) im Jahr 2004 auf zuletzt 2,5 Millionen Barrel zurück.

Nun braucht Pemex frisches Geld und externes Know-how. Die ersten Verträge für Joint Ventures sollen im ersten Quartal 2015 ausgeschrieben werden. Es geht um 109 Felder für die Exploration und 60 für die Förderung. Das Energieministerium rechnet mit Investitionen von 50,5 Milliarden Dollar (41,2 Mrd. Euro) in den ersten vier Jahren. (dmz/ds mit Material von dpa)