Mexikos Präsident muss Reformen vorantreiben

 

Bei seinem Auftritt vor der UNO im September schien die Welt für Mexikos Präsidenten noch in Ordnung (Foto: Presidencia)

Amsterdam, 20. November 2014 – Zur mutmaßlichen Verwicklung des mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto in einen Korruptionsskandal meint die niederländische Zeitung «NRC Handelsblad» (Abendzeitung, Kommentar von Mittwoch):

«Seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren hat der Präsident viel getan, um Mexiko zu reformieren. (…) Peña Nieto hat in wichtigen Sektoren wie der Energiewirtschaft und der Telekommunikation Wettbewerb ermöglicht. Er hat auch Reformen im Bildungswesen in Angriff genommen. Doch er darf nun nicht stehenbleiben. Die Modernisierung ist nicht möglich ohne Sicherheit. Zu viele Mexikaner fühlen sich von der Obrigkeit im Stich gelassen. Der Kampf gegen Gewaltverbrechen und Korruption muss Priorität erhalten. Dass der Präsident selbst in einen Skandal verwickelt ist, bei dem es um Interessenkonflikte bei der Vergabe von Aufträgen für einen Schnellzug geht, macht das alles nicht einfacher, sondern nur noch dringlicher.» (dpa/dmz/hl)