Mexikos Regierung bestätigt Tod von acht Mexikanern in Ägypten

 

Expeditionen in die ägyptische Wüste sind bei Touristen sehr beliebt (Foto: almomento.mx)

Mexiko-Stadt, 15. September 2015 – Sie wollten schöne Tage in Ägypten verleben, wie so viele andere Touristen auch. Doch für acht Mexikaner endete ihre Reise mit dem Tod. Bei dem irrtümlichen Militärangriff auf einen Touristenkonvoi am Sonntag in Ägypten sind auch sechs weitere Mexikaner verletzt worden. Das bestätigte am Dienstag das mexikanische Außenministerium.

Bislang hatte das Außenministerium nur den Tod zweier Mexikaner bestätigen können. Laut ägyptischen Staatsmedien sollten daher DNA-Tests Gewissheit über die Identität der Opfer bringen.

Ägyptische Sicherheitskräfte hatten die Urlauber am Sonntag in einer Wüstenregion im Westen des Landes irrtümlich aus der Luft angegriffen, weil sie in dem Konvoi aus vier Geländewagen Terroristen vermuteten. Zwölf Menschen starben. Zudem wurden zehn Menschen verletzt, darunter mindestens sechs Mexikaner.

Sicherheitskräfte hatten die Urlauber am Sonntag in einer Wüstenregion im Westen des Landes irrtümlich aus der Luft angegriffen, weil sie in dem Konvoi aus vier Geländewagen Terroristen vermuteten.

Die mexikanische Außenministerin Claudia Ruiz Massieu reiste derweil nach Kairo, um sich persönlich um ihre angegriffenen Landleute zu kümmern. Sie wurde von Angehörigen der Opfer begleitet. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto hatte den Vorfall am Montag verurteilt und eine „eingehende Untersuchung“ des Vorfalls gefordert.

Doch es bleiben immer noch Fragen, wie die Sicherheitskräfte einen solch verhängnisvollen Fehler machen konnten. So sagte der Präsident der Vereinigung für Reiseführer, die Touristen seien bei einer Pause an einem beliebten Haltepunkt angegriffen worden. Reisegruppen würden an dieser Stelle immer Halt für Fotos machen, erklärte Hassan Al-Nahla dem Sender CBC. Die Regierung hatte den Organisatoren vorgeworfen, in einer Sperrzone unterwegs gewesen zu sein und harte Strafen für diese angekündigt. Angeblich soll die Reiseagentur auch keine Genehmigung für die Route beantragt gehabt haben, was die ägyptische Gewerkschaft der Reiseführer zurückgewiesen habe, berichtete die Nachrichtenagentur almomento.mx.

Unter den Toten und Verletzten sind Angehörige einer Familie aus Jalisco. Ein 40 Jahre alter Musiker und Schaman sei bei dem Angriff getötet, sein Bruder und seine Mutter verletzt worden, erklärte Gabriela Bejarano Rangel, eine Schwester des Toten, am Dienstag vor der Presse in Guadalajara. Die weiteren Opfer kämen aus León und Guanajuato. (dmz/hl mit Material von dpa)