Migration an mexikanischer Südgrenze 2014 um 52 Prozent gestiegen

 

Der mexikanische Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong (Foto: Sexenio / Twitter)

Mexiko-Stadt, 12. November 2015 – Der Migrantenstrom an Mexikos Südgrenze steigt immer weiter. Um mehr als 50 Prozent ist die Zahl der illegal über die südliche Grenze nach Mexiko einreisenden Migranten 2014 gestiegen. Die Tendenz gehe weiter nach oben, wie der mexikanische Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am Mittwoch mitteilte. „Die illegalen Ströme aus dem Süden sind bedeutend gewachsen.

Allein 2014 haben wir 350 000 Fälle verbucht. Das ist ein 52-prozentiger Anstieg gegenüber 2013. Die Zahlen für 2015 deuten darauf hin, das es so weitergeht“, sagte Osorio Chong bei einem Treffen zum Thema Migration.

Ein Mitarbeiter der Migrationsbehörde sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass Mexiko 2013 rund 86 000 Migranten verschiedener Nationalitäten aufgenommen habe, die größtenteils über den südlichen Bundesstaat Chiapas eingereist seien. „2014 haben wir die 127 000 überstiegen, und bis Jahresende rechnen wir mit einer Gesamtzahl von 200 000. … 90 Prozent des Zustroms kommt aus Mittelamerika“, sagte Mario Madrazo.

Die mexikanischen Behörden greifen regelmäßig Schlepperfahrzeuge auf, die Migranten durch das Land transportieren – oft auf engstem Raum zusammengepfercht und ohne Nahrung. Viele von ihnen sind Minderjährige ohne Begleitung Erwachsener. (dmz/dpa/hl)