Mindestens 71 Aktivisten sitzen noch in kubanischen Gefängnissen

 

Menschenrechtler beklagen immer Dutzende politische Häftlinge in Kuba (Foto: observacuba.org)

Havanna, 22. Juni 2015 – Menschenrechtler beklagen, dass immer noch Dutzende Aktivisten in kubanischen Gefängnissen festgehalten werden. Laut Schätzungen sind mindestens 71 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Darüber wird bei den weiteren diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und Kuba zu reden sein.

In Kuba sitzen nach Schätzungen von Menschenrechtlern immer noch Dutzende Menschen aus politischen Gründen im Gefängnis. In einem am Freitag veröffentlichten Bericht bezifferte die oppositionelle Kubanische Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung (CCDHRN) die Zahl politischer Häftlinge in dem Karibikstaat mit 71.

Im Januar dieses Jahres hatte Kuba auf Bitten der USA mehr als 50 Gefangene auf freien Fuß gesetzt. Beide Länder hatten Mitte Dezember eine historische Annäherung nach einer jahrzehntelangen Eiszeit eingeleitet. Der diplomatische Neustart wurde durch einen Gefangenenaustausch möglich. Außerdem ließ US-Präsident Barack Obama den sozialistischen Inselstaat von der sogenannten Liste der Terrorstaaten streichen.

Seitdem sind unter anderem wieder direkte Telefongespräche zwischen beiden Staaten möglich. Demnächst sollen auch wieder Botschaften eröffnet und Reisebeschränkungen aufgehoben werden. Bei vielen weiteren Sanktionen sind US-Präsident Barack Obama allerdings die Hände gebunden, da sie vom US-Kongress beschlossen wurden und nur dieser sie auch wieder aufheben kann. Doch dort haben derzeit die Republikaner die Mehrheit, die eine Annäherung zwischen Kuba und den USA kritisch sehen. (dmz/ds mit Material von dpa)




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