Panama protestiert gegen Schiedsrichterentscheidung im Gold Cup

 

Der US-Schiedsrichter zeigte Stürmer Luis Tejada die rote Karte. Bei einem Kopfballduell hatte er seinen mexikanischen Gegenspieler mit dem Arm im Gesicht getroffen (Foto: Mexsport)

Panama-Stadt, 23. Juli 2015 – Panama kocht vor Wut: Nach zwei umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters im Halbfinale des Gold Cup hat sich der panamaische Fußballbund beim Kontinentalverband Concacaf beschwert. Die Schiedsrichterentscheidung sei “beleidigend und beschämend”.

Der panamaische Fußballverband forderte den Rücktritt aller Mitglieder der Concacaf-Schiedsrichterkommission, hieß es in einer in der Nacht auf Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme.

Bei der Halbfinal-Partie gegen Mexiko stellte der US-Schiedsrichter Mark Geiger in der 24. Minute den Stürmer Luis Tejada vom Platz, nachdem er bei einem Kopfballduell seinen mexikanischen Gegenspieler mit dem Arm im Gesicht getroffen hatte. Trotz Unterzahl ging Panama in Führung. Kurz vor Schluss fiel Román Torres im Strafraum auf den Ball. Wegen Handspiels gab Geiger einen Elfmeter. Andrés Guardado verwandelte und traf in der Verlängerung erneut per Strafstoß zum 2:1-Endstand.

“Das war ein hässlicher Diebstahl”, sagte Panamas Nationalcoach Hernán Darío Gómez. Die Spieler posierten nach dem Spiel in der Kabine mit einem Transparent, auf dem zu lesen war: “Concacaf – Räuber und Korrupte.” (dmz/dpa/hl)