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Angriffe auf Streitkräfte nehmen zwischen 2019 und 2020 um 60 Prozent zu

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Suche nach Leichen in einem Massengrab in Mexiko (Foto: mexicosocial.org)

Mexiko-Stadt, 23. August 2021 –  Um mehr als 60 Prozent haben die Angriffe der Organisierten Kriminalität auf die mexikanischen Streitkräfte von 2019 auf 2020 zugenommen. Allein im vergangenen Jahr kam es zu 469 Angriffen – dem höchsten Stand in fünf Jahren. Das teilte Präsident Andrés Manuel López Obrador jüngst in einer seiner morgendlichen Pressekonferenzen mit.

Nach Angaben des Präsidenten kamen dabei 297 der Angreifer ums Leben, 381 Kriminelle wurden festgenommen. 2019 gab es 293 Zusammenstöße, bei denen 268 Personen festgenommen und 230 Angreifer getötet wurden. Keine Angaben machte der Präsident über Verluste bei den Streitkräften.

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Der Präsident betonte, dass die Gewaltsituation in Mexiko Erbe vergangener Regierungen sei und bezog sich dabei auf die Regierungszeit von Felipe Calderón(2006 bis 2012). Calderón hatte der Organisiertebn Kriminalität, insbesondere der Drogenmafia, den Krieg erklärt und setzte damit eine beispiellose Gewaltwelle in Gang. Zwischen Dezember 2006 undf Januar 2012 kamen schätzungdweise rund 121.00 Menschen durch Exekutionen, bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden sowie mit Streitkräften und Polizei ums Leben. Die Zahl beinhaltet sowohl Kriminelle, Soldaten, Polizisten und Zivilisten.

Seit 2006 bis 2019 ist die Gesamtzahl gewaltbedingter Todesfälle auf 275.000 gestiegen. 2019 wurden fast 35.000 Tote durch Gewaltdelikte gezählt, im ersten Corona-Pandemie-Jahr 2020 stieg die Zahl sogar auf über 35.000. Fast 100.000 Mann der Guardia Civil, die zum Kampf gegen die Organisierte Kriminalität abkommandiert wurden, konnten die Gewalt nicht eindämmen.

Der Präsident spricht dennoch von einer Besserung der Lage. Im Vergleich zu damals (2006) „machen wir Schritt für Schritt Fortschritte, und trotz aller Schwierigkeiten machen wir Fortschritte, und ich habe den Beweis dafür, dass dies nicht mehr die Zeit von Calderón ist, dass dies nicht mehr die Zeit von Peña Nieto ist, was die Gewalt betrifft”, sagte López Obrador.

Nach Angaben des Ministeriums für Innere Sicherheit wurden im ersten Halbjahr 2021 16.937 Menschen getötet, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 3,5 Prozent bedeutet. Die Mehrheit der Morde mit 50,2 Prozent entfallen auf nur sechs Bundesstaaten: Guanajuato, Baja California, Jalisco, Estado de México, Michoacán und Chihuahua.

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Trotz des Anstiegs der Aggressionen rühmte sich der Präsident, dass die Tötungsrate der Streitkräfte im Vergleich zu früheren Sexenien, insbesondere unter Felipe Calderón, exponentiell gesunken sei. “Ja, es gibt einen Unterschied, denn hier geben nicht wir den Befehl, sie in der Hitze des Gefechts zu töten, wir respektieren die Menschenrechte. Wollen wir zu dieser Barbarei zurückkehren? Nun ja, manche Menschen möchten das, auch wenn sie jeden Sonntag in die Kirche gehen. Das tun wir nicht, niemals, niemals”, sagte er. (dmz/hl)

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