Ayotzinapa: Drei weitere Verdächtige im Fall der verschleppten Studenten gefasst

Mexiko-Stadt/Iguala, 22. Januar 2016  – Neue Entwicklung im Fall der  43 Ende September 2014 verschleppten Studenten aus Ayotzinapa. Jetzt wurden in Iguala drei weitere Männer festgenommen, die am Verschwinden der Studenten des linken Lehrerseminars Ayotzinapa maßgeblich beteiligt gewesen sein sollen.

Die Männer gehören ersten Erkenntnissen zufolge dem Verbrecher-Syndikat  „Guerreros Unidos“ an. Sie sollen die 43 Studenten in der Nacht vom 26. Auf den 27. September 2014 von der örtlichen Polizei übernommen haben, sagte der nationale Sicherheitsbeauftragte Renato Sales am Freitag. Bei ihrer Festnahme seien die Verdächtigen bewaffnet gewesen.

Den Männern werden noch weitere in Iguala begangene Straftaten vorgeworfen. Sie wurden zu Vernehmungen nach Mexiko-Stadt gebracht. Im Fall Ayotztinapa: wurden bisher bereits 113 Personen verhaftet. Eine Spur zu den Verschwundenen gibt es bisher jedoch nicht.

Die Studenten waren am 26. September 2014 von örtlichen Polizisten in der Stadt Iguala verschleppt und Mitgliedern der „Guerreros Unidos“ übergeben worden. Mehrere Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Männer erschossen und ihre Leichen auf einer Müllkippe verbrannt zu haben. Experten und die Angehörigen der Opfer hegen allerdings Zweifel an der offiziellen Darstellung des Tathergangs. (dmz/dpa/sw/hl)