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Gewinner von „El-Chapo“ Haus in Mexiko meldet sich nicht

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Das Haus von “Chapo” Guzmán. Vielleicht will es der Gewinner ja nicht… (Foto: gob.mx)

Mexiko-Stadt, 6. Oktober 2021 – Drei Wochen nach der Verlosung eines früheren Hauses des Ex-Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán durch die mexikanische Lotterie hat sich der Gewinner bisher nicht gemeldet. Die Chefin der Staatslotterie, Margarita González, rief am Mittwoch in der täglichen Pressekonferenz von Präsident Andrés Manuel López Obrador dazu auf, gekaufte Lose auf einen möglichen Gewinn hin zu überprüfen.

Am 15. September, dem Vorabend des mexikanischen Unabhängigkeitstages, hatte es bei einer Sonderziehung der Lotterie insgesamt 22 Sachpreise zu gewinnen gegeben. Viele davon waren Immobilien, die von Drogenschmugglern oder korrupten Funktionären beschlagnahmt worden waren. Der Erlös sollte an Mexikos olympische Athleten gehen. Hauptpreis war eine Loge im Aztekenstadion, die an einen Mann in Nuevo León ging, der sie jedoch nicht behalten will.

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Eine der Immobilien war ein Haus in der westmexikanischen Stadt Culiacán, der Wiege von Guzmáns Sinaloa-Drogenkartell. Es handelte sich um eines von sieben Häusern, die dort durch ein Tunnelsystem miteinander verbunden waren. In einem von ihnen entkam Guzmán durch eine Luke unter der Badewanne in die Kanalisation, als ihn Soldaten am 17. Februar 2014 festnehmen wollten. Er sitzt inzwischen in den USA im Gefängnis. Die mexikanische Regierung hatte mehrmals versucht, das Haus zu versteigern, aber keinen Käufer gefunden.

Nur 39 Prozent der zwei Millionen Lose, die 250 Peso (rund zehn Euro) kosteten, wurden verkauft. Die Hälfte der Preise wurde Losnummern zugewiesen, die nicht vergeben waren. Das frühere Haus von Guzmán ging an das Los mit der Nummer 1 438 619.

Den Sonderpreis der Lotterie vom 15. September, die Präsidentenloge im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, will ein Mann namens Luis Antonio Beltrán Leyva gewonnen haben. Der Mann aus dem Bundesstaat Nuevo León erklärte Anfang Oktober mexikanischen Medien, er habe den Gewinnschein mit der Nummer 0832442 nur gekauft, weil er bei einer Besorgung für seine Frau kein Kleingeld hatte und den Schein tauschen musste.

“Ich bin im August zur Carretera Nacional gefahren, auf dem Weg dorthin hat meine Frau eine Besorgung gemacht und sie hatte kein Kleingeld, wir sind zur Messe gefahren, ich bin bei den Losverkäufern angekommen und habe den Schein gekauft”, erklärte er. Als er erfuhr, dass er gewonnen hatte, überlegte er sofort, wie er den Preis loswerden könnte.

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Er sei kein Fußballfan, er habe nicht mal genug Geld, um nach Mexiko-Stadt zu fahren. “Ich mag keinen Fußball. Ich werde es einer öffentlichen Wohltätigkeitsorganisation schenken, einem Verein, der Menschen mit Behinderungen hilft, damit sie es sinnvoll einsetzen und nutzen können.“ Der Gewinner der Loge im Aztekenstadion erklärte Anfang Oktober, dass es ihm nicht möglich gewesen sei, sich mit der Nationallotterie in Verbindung zu setzen. “Ich kann es nicht einmal übertragen oder so etwas. Im Gegenteil, ich habe noch nicht einmal eine Antwort von der Nationallotterie erhalten”, sagte er einem Fernsehsender. Es ist nicht bekannt, ob Beltrán Leyva den Preis angenommen hat.

Mit der Familie des Drogenkartells der Brüder Beltrán Leyva hat Luis Antonio nichts zu tun. Er ist nach seinen Angaben ein einfacher Bauarbeiter.

Das Beltrán-Leyva-Kartell arbeitete einst mit “Chapo” Guzmán zusammen, brach dann aber mit ihm. Am 16. Dezember 2009 wurde Arturo Leyva Beltrán “El Jefe de Jefes” (Der Chef der Chefs) von der Armee in Cuernavaca, Morelos, getötet. Sein Bruder Carlos wurde am 30. Dezember 2009 in Culiacán von der Bundespolizei verhaftet. (dmz/hl mit Information von dpa)

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