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In Zacatecas: Zehn Menschen exekutiert und an Brücke aufgehängt

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An der Riviera Maya überwacht inzwischen die Guardia Nacional die Strände. (Foto: elespectador.com)

Zacatecas, 18. November 2021 – Schon wieder wird Mexiko von einer Meldung über brutale Morde an einem Ort erschüttert: Am Donnestagmorgen entdeckten Autofahrer im Bezirk Cuauhtémoc im zentralen Süden des Bundesstaats Zacatecas zehn Leichen, die von einer Brücke über der Autobahn 45 D zwischen Zacatecas und Aguascalientes hingen.

Um das Entsetzen noch größer zu machen, schnitten die Mörder ihren Opfern Gliedmaßen ab, die zum Teil auf die Fahrbahn fielen.

Die Polizei des Bundesstaats, die Nationalgarde und Armee führten massive Kontrollen in der Region durch, die an den Bundesstaat Aguascalientes grenzt, ohne Erfolg. Die Täter konnten, wie fast immer in Mexiko, entkommen. Polizeikräfte von Aguascalientes führten eine Sonderoperation zum Schutz der natürlichen Grenze durch.

Wie die Staatsanwaltschaft von Zacatecas mitteilte, dauerte die Bergung der verstümmelten Leichen und Leichtenteile sowie die Spurensicherung mehrere Stunden, die anderthalbspurige Autobahn wurde zeitweise gesperrt und später nur auf einer Fahrbahn wieder zugelassen.

Seit Oktober hat die Gewalt in nahe gelegenen Gemeinden wie Loreto, Villa Garcia und Villa Hidalgo zugenommen und versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken.

Errst am Montag waren die Leichen von drei Männern an einer Fußgängerbrücke am Ortsausgang der weiter nördlich gelegenenen Stadt Fresnillo an der Landstraße 23 nach Jerez gefunden worden. Zwei der Leichen waren aufgehängt, die dritte lag auf dem Boden.

Trotz intensiver Kontrollen von Landespolizei, Guardia Nacional und Armee konnten keine Täter festgenommen werden. Über die Identität der Opfer, die nach Behördenangen gefoltert und dann erschossen wurden, ist nichts bekannt.

Hinter den Taten steckt vermutlich die Organisierte Kriminalität. Rivalisierende Drogenbanden liefern sich auch in diesem, in Zentralmexiko gelegenen Bundesstaat brutale Kämpfe. Im August wurden in der Hauptstadt Zacatecas neun Menschen an einer Brücke aufgehängt, von denen drei auf Fahrbahn stürzten. Auch hier gibt es noch keine Täter.

Der Krieg unter den rivalisierenden Banden beschränkt sich nicht mehr auf Rand- oder ländliche Regionen, sondern hat auch längst touristische Orte erfasst. In Acapulco patroulliert die Armee durch die wichtigsten Straßen der Stadt und an den Stränden. An der vor allem bei Europäern beliebten mexikanischen Riviera Maya überwacht die Nationalgarde nach dem Tod zweier Touristinnen, darunter eine Deutsche, im Oktober und dem Überfall eines bewaffneten Kommandos zwei Wochen später in einem Luxushotel in Puerto Morelos bei Cancún, die Strände.

Die Bilanz der Gewalt zur Mitte der Amtszeit von Präsident Andrés Manuel López Obrador ist beklagenswert: Zwischen dem 1. Dezember 2018, als er sein Amt übernahm, und dem 30. September diesen Jahres wurden 100.344 Tötungsdelikte gezählt, darunter 2.812 Femizide. Es ist zubefürchten, dass 2021 das dritte Jahr in Folge mit mehr als 34.000 Morden pro Monat sein wird – mehr als jemals unter seinen Vorgängern Felipe Calderón und Enrique Peña Nieto gezählt worden waren. In den ersten neun Monaten diesen Jahres waren es bereits 25.392. (dmz/hl)

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