Mexiko gelingt weiterer Coup: Chef von Beltrán-Leyva-Kartell gefasst

Der mutmaßliche Chef des Beltrán-Leyva-Kartells  Francisco Hernández García (Foto: youtube.com / Twitter)

Mexiko-Stadt, 2. Februar 2016 – Er galt als einer der meistgesuchten Drogenbosse Mexikos: Francisco Hernández García. Sicherheitskräften in Mexiko gelang nun der Coup –  sie haben den 47-jährigen mutmaßlichen Chef des Beltrán-Leyva-Kartells im nordwestlichen Bundesstaat Sinaloa festgenommen.

In einer gemeinsamen Operation der mexikanischen Streitkräfte und der Bundespolizei sei der Capo in Guasave, Sinaloa gefasst worden. Beschlagnahmt wurden Waffen, ein Fahrzeug, eine Tasche mit Methamphetaminen und ein Bündel mit synthetischen Drogen.

Hernández „El Panchillo“ García trat in den 1990er Jahren dem Beltrán-Leyva-Kartell bei, zunächst als persönlicher Begleitschutz der Familie der Beltrán Leyva-Brüder. 2005 wurde er zum leitenden Drogenschmuggler in Sonora berufen, von wo aus die Drogen in die USA gelangen. Später agierte er vor allem in San Luis Potosí, Coahuila, Chihuahua und Sonora.

Ermittlungen zufolge soll er nach der Festnahme des mächtigen Drogenbosses Héctor Beltrán Leyva im Oktober 2014 die Führung des Kartells übernommen haben. Hernández García gehörte zu den 122 meistgesuchten Kriminellen des Landes, sagte der nationale Sicherheitsbeauftragte Renato Sales am Montag. Eine Belohnung von 15 Millionen Pesos war zu seiner Festnahme ausgeschrieben.

Das Beltrán-Leyva-Kartell ist in den Drogen- und Waffenschmuggel verwickelt und vor allem im Westen und im Zentrum des Landes aktiv. Anfangs noch dem Sinaloa-Kartell zugehörig, spalteten sie sich später ab, verfeindeten sich mit dessen Chef Joaquín „El Chapo“ Guzmán und verbündeten sich mit „Los Zetas“. (dmz/sw/hl mit Material von dpa)