„Wohlstandskranker“ Texaner von Mexiko zurück in die USA geschickt

 

Couch war zur Fahndung ausgeschrieben, seidem er sich Anfang Dezember nach  Mexiko absetzt hatte (Foto: youtube.com / Twitter)

Fort Worth / Puerto Vallarta, 28. Januar 2015 – Er fuhr betrunken vier Leute tot, wurde in den USA deshalb wegen „Wohlstandskrankheit“ auf Bewährung verurteilt und türmte  dann mit seiner Mutter nach Mexiko: Ethan Couch. Nun ist der 18-jährige Texaner, der im Dezember in Puerto Vallarta festgenommen wurde, zurück in den USA. Die mexikanischen Behörden schoben ihn am Donnerstag ab.

Couch wurde am 28. Dezember zusammen mit seiner Mutter im mexikanischen Badeort Puerto Vallarta festgenommen. Beide flohen nach Mexiko, nachdem ein Video aufgetaucht war, das ihn auf einer Party zeigen soll. Falls er dort Alkohol getrunken hat, hätte er gegen die Bewährungsauflagen verstoßen. Seine Auslieferung wurde nun möglich, weil er diese Woche von seiner Verfassungsbeschwerde abgelassen hatte. Laut amerikanischen Medienberichten traf der 18-Jährige am Mittag am Flughafen Fort Worth ein.

Der Texaner hatte im Alter von 16 Jahren vier Menschen totgefahren, war aber einer Gefängnisstrafe entgangen. Das Gericht urteilte damals, er sei „wohlstandskrank“, als verwöhntes Kind reicher Eltern seien ihm nie Grenzen aufgezeigt worden. So kam Couch mit zehn Jahren Bewährung davon – ein Urteil, das in den USA für Unverständnis sorgte, insbesondere, da die Diagnose „Wohlstandskrankheit“ nicht als medizinische Diagnose anerkannt ist in den USA.

Nach einem Bericht der Zeitung „Star Telegram“ wurde Couch in eine Jugendarrestanstalt gebracht, wo er auf seine Anhörung wartet. Die US-Staatsanwaltschaft strebt an, den Fall von einem Jugendgericht zu einem Gericht für Erwachsene zu verlegen. (dmz/sw/hl mit Material von dpa)




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