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Pemex sichert sich Reserven

Mexiko-Stadt, 13. August 2014 – Nach der Öffnung des mexikanischen Energiesektors hat sich der Staatskonzern Pemex weiterhin die Kontrolle über einen Großteil der Erdöl- und Gasreserven des Landes gesichert. Bei der Neuordnung der Branche bekam Pemex am Mittwoch 83 Prozent der

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Bis zum Ende der Regierungsperiode 2018 will Pemex 3 Millionen Barrel Rohöl  fördern und damit jährlich geschätzte 109,5 Milliarden Dollar erzielen.

Mexiko-Stadt, 13. August 2014 – Nach der Öffnung des mexikanischen Energiesektors hat sich der Staatskonzern Pemex weiterhin die Kontrolle über einen Großteil der Erdöl- und Gasreserven des Landes gesichert. Bei der Neuordnung der Branche bekam Pemex am Mittwoch 83 Prozent der nachgewiesenen und wahrscheinlichen Energievorkommen mit einem Volumen von geschätzten 20,6 Mrd. Barrel zugesprochen.

Auch stehen dem Energieriesen 21 Prozent der Felder bei der Erschließung neuer Vorkommen zu, wie das Energieministerium mitteilte. Insgesamt sicherte sich Pemex damit den Zugriff auf ein Gebiet von rund 90 000 Quadratkilometern.

Die mexikanische Regierung begann am Mittwoch mit der Umsetzung der umstrittenen Öffnung des Energiesektors. Die Reform war zu Beginn dieser Woche nach einer Verfassungsänderung erlassen worden. Das Gesetzespaket soll die zuvor stark regulierte Branche für Privatinvestoren öffnen. Die linke Opposition lehnt die Reform ab.

Eröffnet wurde die Ausschreibung für Joint-Ventures und Privatinvestitionen in 169 Zonen, wo Reserven (Rohöl und Gas) erforscht und gefördert werden sollen. Dafür kann Pemex Joint Ventures mit nationalen und internationalen Unternehmen eingehen. Ölmultis wie Exxon, Chevron und British Petroleum könnten sich einzeln oder in Partnerschaft daran beteiligen, erklärte der für Erforschung und Produktion zuständige Pemex-Direktor Gustavo Hernández auf eienr Pressekonferenz mit. Die Mehrheit der Felder liege im Tiefseebereich von mehr als 500 Metern unter dem Meeresspiegel und im Ultratiefseebereich von mehr als  2000 Metern unter dem Meeresspiegel, oder in Zonen, wo Gas shaleproduziert wird.

Von den 169 Zonen entfallen den Angaben nach 109 noch zu erkundende Felder und der Rest Felder zur Förderung nachgewiesener Rohöl- und Naturgasvorkommen. 11 der Felder liegen in dem Areal Cinturón Plegado Perdido vor der Küste von Tamaulipas im Tiefsee- und Ultratiefseebereich bis zu 3000 Meter unter dem Meeresspiegel. Weitere noch nicht erschlossene Ölfelder liegen im Tiefseebereich vor den Küsten von Tabasco und Veracruz. In Chicontepec, Ébano und Lutitas sind 28 Projekte für die Förderung nachgewiesener Reserven und 49 Projekte für die Erforschung möglicher Reserven vorgesehen. In sechs von zehn Feldern, in denen Probebohrungen vorgenommen werden, befände sich Rohöl.  „Die Pemex zugewiesenen Produktions- und Erkundungsfelder garantieren kurz- und mittelfristig seine Lebensfähigkeit und sind langfristig die Grundlage seiner Expansion“, betonte der Generaldirektor von Pemex, Emilio Lozoya.

In der ersten Runde sind für Pemex zehn Megaprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 32,3 Mrd. Dollar in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren vorgesehen. Von jetzt bis 2020 sollen sich die Investitionen auf rund 76 Mrd. Dollar belaufen.

Bis zum Ende der sechsjährigen Regierungsphase, die 2018 endet, hat Pemex geplant, seine Produktion von derzeit 2,5 Millionen auf drei Millionen Barrel Rohöl täglich zu erhöhen, für die Einnahmen in Höhe von 109,5 Milliarden Dollar jährlich bei einem angenommenen Preis von 100 USD pro Barrel zu erzielen seien. (dmz/hl mit Information von dpa)

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