PGR-Statistik: Weniger kriminelle Banden und sinkende Gewalt in Mexiko

 

Joaquín “El Chapo” Guzmán bei seiner Festnahme Anfang 2014 (Foto: almomento.mx)

Mexiko-Stadt, 29. Juni 2015 – Der Kampf gegen die organisierte Kriminalität schlägt sich spürbar in der Statistik nieder: Seit Amtsantritt von Präsident Peña Nieto wurden 93 der 122 meistgesuchten Verbrecher des Landes festgenommen oder getötet. Gleichzeitig gibt es auch weniger kriminelle Banden, die für die Kartelle arbeiten.

Der hohe Fahndungsdruck der Sicherheitsbehörden führt zu Konzentrationen in der mexikanischen Unterwelt. Seit Ende 2012 sei die Zahl der kriminellen Banden im Dienst der großen Drogenkartelle von 80 auf 43 gesunken, berichtete die Zeitung „El Universal“ am Sonntag. Das Blatt hatte Daten aus Dokumenten ausgewertet, die es über das Informationsfreiheitsgesetz von der Generalstaatsanwaltschaft angefordert hatte.

Seit Amtsantritt von Präsident Enrique Peña Nieto wurden demnach 93 der 122 meistgesuchten Verbrecher des Landes festgenommen oder getötet, darunter etwa der Boss des Juárez-Kartells, Servando Gómez alias “La Tuta” vom Kartell “Caballeros Templarios” (Tempelritter) und der “Los Zetas”-Anführer Treviño.

Gleichzeitig sei die Gewalt in Mexiko zurückgegangen. Während im ersten Quartal 2012 noch 5.279 Menschen ermordet worden seien, waren es in den ersten drei Monaten dieses Jahres 3.853, hieß es in dem Bericht.

Derzeit sind in Mexiko neun Drogenkartelle und 43 kriminelle Banden aktiv. Ein Großteil des Kokains aus Südamerika wird durch das Land in die USA geschmuggelt. Die Verbrechersyndikate haben ihre Geschäfte zuletzt allerdings diversifiziert und sind auch in Menschenhandel, Treibstoffdiebstahl, illegalen Rohstoffhandel und Produktpiraterie verwickelt. (dmz/ds mit Material von dpa)




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