Ex-Chef von mexikanischer Regierungspartei in Spanien festgenommen

Der ehemalige Gouverneur von Coahuila, Humberto Moreira, ist in Spanien festgenommen worden (Foto: almomento.mx)

Madrid, 15. Januar 2016 – Er gilt als eines der krassesten Beispiele für Machtmissbrauch und Korruption in Mexiko: Der ehemalige Präsident der mexikanischen Regierungspartei PRI und Ex-Gouverneur des nordmexikanischen Bundesstaats Coahuila. Nun ist Humberto Moreira  in Spanien unter dem Vorwurf der Geldwäsche und anderer Straftaten festgenommen worden.

Der 49-Jährige wurde auf Anordnung der spanischen Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Korruption festgenommen, als er am Freitag auf dem internationalen Flughafen von Madrid landete. Das  teilte die spanische Polizei auf Twitter mit. Moreira sei bereits einem Richter am Nationalen Gerichtshof vorgeführt worden, hieß es.

Der Politiker und Universitätsprofessor gehört in seinem Heimatland der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) von Präsident Enrique Peña Nieto an. Von 2005 bis 2011 war er Gouverneur des Bundesstaates Coahuila. Er beendete seine Amstzeit mit einem Scxhuldenberg von 30 Milliarden Pesos, nach heutigen Stand umgerechnet mehr als 1,6 Milliarden Euro.

Danach wurde er zum Präsidenten der traditionsreichen PRI gewählt. Nach nur acht Monaten im Amt trat er aber wegen Beschuldigungen, er habe als Gouverneur Milliarden öffentlicher Gelder veruntreut, zurücktreten.

Bei einem Verfahren in Mexiko wurde aber nichts nachgewiesen. In einem Prozess im US-Staat Texas dagegen war der Mexikaner von einem Angeklagten belastet worden.

Der Haftbefehl ist auf Antrag der US-Behörden ergangen, hieß es in mexikanischen Medien. Moreira  sei in Untersuchungshaft gekommen, eine Kaution sei nicht erlassen worden. Ermittelt werde gegen den PRI-Politiker unter anderem wegen Geldwäsche, Untreue während seiner Regierungszeitn und krimineller Vereinigung. Sein Nachfolger in Coahuila als Gouverneur ist sein Bruder Rubén Moreira. (dmz/hl mit Material von dpa)

 




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