Peña Nieto: Mexiko wird Drogenboss „El Chapo“ schnellstmöglich an USA ausliefern

 

Unter den im Versteck von Drogenboss “EL Chapo” Guzmán gefundenen Waffen befand sich auch ein Gewehr Kaliber 50, das aus der amerikanischen  Operation „Fast and Fuurious“ stammte  (Foto: Fertigos WN / Twitter)

Davos, 22. Januar 2016  Mexiko will den Drogenboss Joaquín „El Chapo“  Guzmán so schnell wie möglich an die Vereinigten Staaten ausliefern. Das erklärte der mexikanische Präsident Enrtique Peña Nieto am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Dort traf er sich mit dem venezolanischen Schriftsteller und Analysten Moises Naim und dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri.

„Natürlich ist das ein juristisches Verfahren, aber die Generalstaatsanwaltschaft hat die Anweisung, zügig zu arbeiten, um diesen gefährlichen Verbrecher so schnell wie möglich auszuliefern“, sagte Peña Nieto im Gespräch mit dem venezolanischen Schriftsteller und Analysten in Davos, aus dem die Tageszeitung „Excélsior“ zitiert. Dabei räumte Mexikos Staatschef ein, dass die Flucht des Drogenbarons am 11. Juni letzten Jahres aus dem Hbochsichheritsgefängnis Altiplano „ein schwerer Moment“ für seine Regierung gewesen.

Die erneute Festnahme „des meistgesuchten Verbrechers der Welt“ sei sei dank der Arbeit des Geheimdienstes und der Beharrlichkeit der Sicherheitskräfte erreicht worden. Damit sei bewiesen, dass die Institutionern in Mexiko stark seien, so Peña Nieto

Nach seinem Ausbruch aus dem Hochsicherheitsgefängnis war der Chef des Sinaloa-Kartells nach sechsmonatiger Flucht am 8. Januar in der nordwestmexikanischen Stadt Los Mochis wieder gefasst worden. Auf die Spur des legendären Kartellchefs kamen die Sicherhetskräfte, weil US-Schauspieler Sean Penn und seine mexikanische Kollegin Kate del Castillo sich Anfang Oktober mit „El Chapo“ zu einem Interview in seinem Versteck verabredet hatten. Gegen die Schauspielerin wird nun auch in Mexiko wegen Geldwäsche ermittelt, weil sie Geld von Guzmán als Investition in  ihr Tequila-Unternehmen angenommen habe.

Die Vereinigten Staaten haben die Auslieferung von Guzmán beantragt. Die US-Behörden werfen ihm unter anderem Mord, Drogenhandel, Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie Geldwäsche vor. In den USA gilt Guzmán als Staatsfeind Nummer 1. Bis jetzt hat sich „El Chapo“ jedoch mit juristischen Mitteln erfolgreich gegen eine Auslieferung gewehrt. Bis es soweit ist – wenn überhaupt – kann noch eine Weile dauern.

Im Zuge der Ermittlungen zu seiner Flucht kommen immer mehr Details an die Öffentlichkeit. Jetzt wurde bekannt, dass in seinem Versteck in Los Mochis ein Gewehr Kaliber 50 gefunden wurde, das zu 2500 Waffen gehört haben soll, die  im Rahmen der us-amerikanischen Operation “Fast & Furious” nach Mexiko geschmuggelt worden waren,  um den Weg des illegalen Waffenhandels nach Mexiko nachzuverfolgen. Von 1400 Waffen verloren die US-Beramten die Spur. Die Herkunft des jetzt gefundenen Gewehrs wurde nach Angaben des Fernsehsenders Fox anhand der Herstellungsnummer ermittelt. (dmz/hl mit Material von dpa)




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