Schriftstellerin Poniatowska versteht Gewalt bei Protesten

 

Die mexikanische Schriftstellerin Elena Poniatowska zeigt Verständnis für die Gewalt bei den Protesten in Mexiko (Foto: almomento.mx)

Miami, 16. November 2014 – Die mexikanische Schriftstellerin Elena Poniatowska kann verstehen, dass sich die Proteste nach dem mutmaßlichen Mord an Dutzenden Studenten in ihrem Heimatland teilweise in Gewalt entladen. Dies sei in bestimmten Momenten wegen der sehr großen Verzweiflung der Menschen und der Wut gerechtfertigt.

«Ich bin gegen Vandalismus, aber es ist sehr hart zu glauben, dass es keine Rettung gibt», sagte die 82-Jährige am Sonntag vor der Eröffnung einer Buchmesse in Miami. «Es ist verständlich. Wenn Du keinen Teil mehr in Dir hast, der rebelliert, dann heißt das, dass Du tot bist.»

Poniatowska zeigte sich betroffen über den Fall der verschwundenen 43 Studenten und sprach von eine Schande für Mexiko. «Wie will das Land der Welt nach dem Vorgefallenen gegenübertreten?», fragte sie.

Die Erfolgsautorin und Journalistin äußerte sich am selben Tag, an dem Mexikos Staatschef Enrique Peña Nieto zu gewaltlosen Protesten mahnte. «Wenn wir Gerechtigkeit wollen und wollen, dass die für die Taten Verantwortlichen dafür bezahlen und Gesetze voll angewendet werden, dann kann das nicht durch Gewalt und Vandalismus geschehen», erklärte der Präsident. (dpa/dmz/hl; Foto: www.almomento.mx)