Connect with us

Nachrichten

Schutz vor Überfischung kann Korallen retten

Gland, 2. Juli 2014 – Die meisten Korallenriffe in der Karibik drohen nach Erkenntnissen von Meeresforschern in den nächsten 20 Jahren abzusterben. Schuld seien jedoch weniger die Folgen des Klimawandels als vielmehr der starke Rückgang an Papageifischen und Seeigeln, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie 

Published

on

 

Den Korallenriffen in der Karibik geht es schlecht. Überfischung und ein Seeigel-Massensterben sind die Ursachen. Doch es gibt Hoffnung.

Gland, 2. Juli 2014 – Die meisten Korallenriffe in der Karibik drohen nach Erkenntnissen von Meeresforschern in den nächsten 20 Jahren abzusterben. Schuld seien jedoch weniger die Folgen des Klimawandels als vielmehr der starke Rückgang an Papageifischen und Seeigeln, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Internationalen Naturschutzunion (IUCN).

Advertisement

Um die Korallenbestände zu retten, müsse man es vor allem den Populationen dieser beiden wichtigsten Arten von Unterwasser-Weidegängern ermöglichen, wieder stark zu wachsen. Als Weidegänger werden Tiere bezeichnet, die auf großen Flächen Pflanzen abgrasen – in den Meeren sind dies vor allem Algen.

Mehr als die Hälfte der Korallenriffe in der Karibik sind der Studie zufolge seit 1970 verschwunden. Bislang sei dafür vor allem der Klimawandel verantwortlich gemacht worden, erklärte der IUCN-Direktor für Meeres- und Polarforschung Carl Gustaf Lundin. Langzeituntersuchungen an 90 Korallenriffen in der Karibik zeigten aber, dass vor allem der Verlust an Weidegängern diesen komplexen maritimen Ökosystemen zu schaffen mache.

Extreme Überfischung habe die Papageifische an den Rand des Aussterbens gebracht. Ursache eines Massensterbens von Seeigeln im Jahr 1983 sei eine bislang nicht näher erforschte Krankheit gewesen.

Advertisement

Zu den Ergebnissen der Studie, mit der 90 Experten drei Jahre lang beschäftigt waren, gehöre daher auch eine „ermutigende Nachricht“, erklärte Lundin: „Das Schicksal der karibischen Korallenriffe liegt nicht außerhalb unserer Kontrolle, sondern wir könnten mit konkreten Schritten ihre Erholung fördern.“ Dazu gehöre in erster Linie der Schutz der Riffgebiete in der Karibik vor weiterer Überfischung.

Die Studie zeige, dass Gebiete, in denen Papageifische gut geschützt sind, noch weitgehend gesunde Korallenriffe hätten. Dazu gehörten Meeresschutzgebiete im Golf von Mexiko sowie vor Bermuda und Bonaire. Hingegen seien „tragische Rückgänge“ der Korallenriffe in Gebieten zu verzeichnen, in denen die Fische in Massen gefangen werden. Dazu gehörten weite Teile Floridas sowie Jamaika und die Virgin Islands.

Die Karibik beherbergt neun Prozent der weltweiten Korallenbestände. Durch ihre Nutzung für den Tourismus sowie für die Fischerei sind sie bislang noch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Laut IUCN tragen sie so wesentlich zum Lebensunterhalt von 43 Millionen Menschen bei. (dpa/dmz/hl)

Advertisement

Continue Reading
Advertisement

Newsletter

Newsletter

Pinche Gringo BBQ

Pinche Gringo BBQ

neu

Milo’s Bistrot

Panorama2 Wochen ago

Spektakulär: Trailer reißt Fußgängerbrücke ein – keine Verletzten

Kultur & Gesellschaft3 Wochen ago

Als Zehnjährige für eine Flasche Mezcal verkauft – Martyrium endet nach 30 Jahren

Sport3 Wochen ago

Großer Preis von Mexiko: „Checo“ Pérez begeistert seine Landsleute mit 3. Platz

Kultur & Gesellschaft4 Wochen ago

40 Jahre „Ein Colt für alle Fälle“: Mit Howie und Jody in Action

Reisen1 Monat ago

Freiburg weltweit unter Top Drei bei „Lonely Planet“-Tipps für 2022

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

Fossilien und Frauenliebe: Kate Winslet in „Ammonite“

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

Ein Kreischen geht um die Welt: Schweighöfer in „Army Of Thieves“

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

„Bergman Island“ mit Tim Roth: Ehedrama nach großem Vorbild

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

Marvels „Eternals“: Comic-Action von Oscar-Regisseurin Chloé Zhao

Veranstaltungen1 Monat ago

Veranstaltungskalender: Ausstellungen, Umzüge, Konzerte, Festivals im Oktober und November

Panorama1 Monat ago

Hurrikan „Rick” trifft in Mexiko auf Land – Berichte über Schäden 

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

„Just A Notion“: Weiterer Song zum Abba-Comeback veröffentlicht

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

„Ron läuft schief“ – Kluger Film über Freundschaft in digitaler Zeit

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

„Online für Anfänger“: Komödie rund um die Fallstricke des Digitalen

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

Wortmanns Komödie „Contra“: Späte Reue des älteren weißen Mannes

Kultur & Gesellschaft1 Monat ago

Adele: Fühle mich gut und bereit mit neuer Single

Herausgeberin und Chefredakteurin: Herdis Lüke Tel.: +52 777 482 3495 Mobil: +52 (1) 777 267 6383 Kontakt: herdis@deutsche-mexiko-zeitung.com Copyright © 2021 - DMZ - Deutsche Mexiko-Zeitung