Spott und Häme aus Lateinamerika für Donald Trump

 

„El corrido de Donald Trump“ (Foto: LosTresTristesTigres)

Mexiko-Stadt/Bogotá, 3. Juli 2015 – Donald Trump musste wegen seiner Latino-Schelte bereits ordentlich Kritik einstecken, nun setzt die mexikanische Band „Los Tres Tristes Tigres“ noch einen drauf. In einer sarkastischen Hommage singen die Drei: „Diese Dummheit kam ihm teuer zu stehen, jetzt mag ihn keiner mehr, armer Donald Trump“. Auch aus Kolumbien kommen böse Worte.

Donald Trump muss wegen seiner fremdenfeindlichen Äußerungen weiter Kritik und Spott einstecken. Die mexikanische Musikgruppe „Los Tres Tristes Tigres“ widmete dem US-Milliardär ein Lied: „Diese Dummheit kam ihm teuer zu stehen (…) jetzt mag ihn keiner mehr, armer Donald Trump“, heißt es in dem Song der für Parodien bekannten Band.

Trump hatte zuletzt seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner angekündigt und dabei abfällig über mexikanische Einwanderer gesprochen: „Sie bringen Drogen, Verbrechen, Vergewaltiger.“ Daraufhin kündigten die Fernsehsender Univision, NBC und Televisa an, die von Trump organisierten Wahlen zu Miss America und Miss Universe nicht mehr auszustrahlen.

„Jetzt hat Univision ihn entlassen und NBC hat ihm auch Beine gemacht. Er sollte einsehen, dass er Mist gebaut hat“, singen die drei Musiker in ihrer Ballade.

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Trumps „Miss Universe“ greift den US-Tycoon scharf an

Auch die kolumbianische Miss Universe Paulina Vega griff Trump wegen seiner abfälligen Äußerungen scharf an. Vega, die 2014 in den USA den von Trump gegründeten Schönheitswettbewerb gewann, bezeichnete auf ihrem Instagram-Account seine Statements über mexikanische Einwanderer als „ungerecht und verletzend“. Die 22-jährige Schönheitskönigin erklärte sich mit der Latino-Gemeinschaft in den USA solidarisch.

Zuvor waren in Kolumbien bereits Stimmen laut geworden, die Vega aufforderten, ihre Schönheitskrone abzulegen. Sie schloss jedoch diesen Schritt aus, indem sie zwischen der Organisation des Wettbewerbs und ihrem Gründer und Eigentümer differenzierte. „Wenn die Miss-Universe-Organisation Antilatino- oder andere rassistische Vorurteile hätte, würde ich heute nicht an dieser Stelle stehen“, schrieb Vega.

Die Stadtregierung von Bogotá nahm nach Trumps Äußerungen ihre Bewerbung zur Austragung der Wahl der Miss Universe 2015 in der kolumbianischen Hauptstadt zurück. Auch Mexiko wird nicht teilnehmen. (dmz/ds mit Material von dpa)




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