Steuereinnahmen in den OECD-Ländern auf Vorkrisenniveau

 

Auch in Mexiko liegen die Steuereinnahmen weit unter dem Schnitt der OECD-Länder (Grafik: SAT México/Facebook)

Paris/Berlin, 10. Dezember 2014 – Mit ihren Steuereinnahmen haben die meisten OECD-Länder 2013 auf Vorkrisenniveau gelegen. Der Anteil der Steuern und Sozialabgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag bei den 30 erfassten Ländern im Schnitt bei 34,1 Prozent, und in gut zwei Drittel dieser Staaten stieg der Anteil, berichtete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris und Berlin. Dänemark, Frankreich und Belgien lagen dabei am klarsten über dem Schnitt, Mexiko und Chile am deutlichsten darunter.

Da sich diese Entwicklung bereits im Vorjahr abzeichnete, spricht die OECD von einem möglichen Trend hin zu höheren Fiskalquoten. Dies sei auf höhere Einkommens- und Körperschaftssteuern zurückzuführen sowie darauf, dass zahlreiche Staaten die Steuersätze angehoben und die Bemessungsgrundlage verbreitert hätten. In Deutschland und in der Schweiz habe sich dabei die Fiskalquote – die Staatseinnahmen im Verhältnis zum BIP – nur wenig um 0,2 Prozentpunkte nach oben bewegt.

Die OECD plädiert erneut für Reformen der Verbrauchssteuern. So sollte der Steuermix statt der Einkommen stärker Konsum und Vermögen besteuern, und reduzierte Mehrwertsteuersätze sollten weitgehend abgeschafft werden. (dpa/dmz/hl)