Tickets für Grand Prix von Mexiko in Rekordtempo ausverkauft

 

So soll es laut Planung der Architekten am Ausgang der Peraltada-Zielkurve ab 2015 aussehen. (Foto: CIE/Formel1.de)

Mexiko-Stadt, 15. Mai 2015 – Im Herbst gastiert die Formel 1 zum ersten Mal nach mehr als 20 Jahren wieder in Mexiko. Von den Fans wird die Rückkehr offenbar sehnlichst erwartet: Die Karten waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Wer noch einen Platz im Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko-Stadt ergattern will, muss wohl auf dem Schwarzmarkt suchen – und ordentlich Kleingeld mitbringen.

Am 1. November dieses Jahres kehrt die Formel 1 zum ersten Mal nach fast 24 Jahren Pause wieder nach Mexiko zurück. Das Rennen im rundum erneuerten Autódromo Hermanos Rodríguez in der Hauptstadt wird wohl vor ausverkauften Rängen stattfinden: Wie die Sportportale „Motorsport-Total“ und „auto, motor und sport“ berichten, waren die rund 120.000 Tickets innerhalb weniger Stunden komplett ausverkauft.

Im Gegensatz zu vielen europäischen Formel-1-Strecken, die unter Besucherrückgang leiden, wird das Rennen in Mexiko von den Motorsportfans hierzulande offensichtlich sehnlichst erwartet. Wer noch einen Platz ergattern will, der dürfte nun wohl nur noch auf dem Schwarzmarkt fündig werden. Bereits jetzt werden die Karten dort zu utopischen Preisen gehandelt: bis zu 12.000 Dollar pro Ticket verlangen Händler, wie „Motorsport-Total“ schreibt.

Bereits zwischen den Jahren 1963 und 1970 gastierte die Formel 1 im Autódromo Hermanos Rodríguez, später noch einmal zwischen 1986 und 1992. Letzter Sieger war der britische Fahrer Nigel Mansell im Williams. Wenn die Königsklasse des Motorsports im November zurückkehrt, werden Fahrer und Fans jedoch mit einer leicht abgewandelten Strecke vorlieb nehmen müssen. Seit dem vergangenen August wird die Rennstrecke, die nach den Brüdern Ricardo und Pedro Rodríguez benannt ist, umgebaut und modernisiert.

Legendäre Peraltada-Zielkurve fällt baulichen Änderungen zum Opfer

Insgesamt wird die Streckenlänge von damals 4,4 Kilometern mit 14 Kurven umgebaut auf gut 4,6 Kilometer Länge mit 17 Kurven. Grundsätzlich soll an der traditionellen Streckenführung festgehalten werden, allerdings erfordern die Baumaßnahmen einige Änderungen. Unter anderem muss die erste Hälfte der legendären Peraltada-Zielkurve durch einige langsame Ecken ersetzt und entschärft werden, wodurch sie etwas von ihren ursprünglichen Charakter verliert, wie das Sportportal „Formel1.de“ bedauert.

Diese Änderung ist dem Wachstum von Mexiko-Stadt geschuldet: Nach mehr als 20 Jahren ist die Rennstrecke komplett von Wohnhäusern umgeben. Für eine Erweiterung der Auslaufzonen der überhöhten Kurve hatten die Architekten also keinen Platz. Auch der Asphalt verdient eine Generalüberholung, was ebenfalls eine Herausforderung ist. Durch die Untergrundbedingungen – Mexiko-Stadt liegt auf einem enormen, unterirdischen See – sinkt der Boden jährlich um knapp drei Zentimeter ab, wie die Architekten bei der Vorstellung ihrer Pläne im vergangenen Jahr sagten.

Insgesamt wird es im neuen Autódromo etwa 120.000 Zuschauerplätze geben, zusätzlich 5.000 Paddock-Club-Tickets. Fans können sich auf jeden Fall auf ein rasantes Rennen gefasst machen: Laut Simulationen der Architekten sollen auf der langen Start- und Zielgeraden bis zu 340 Stundenkilometer erreicht werden – ähnlich schnell geht’s sonst nur auf der italienischen Strecke in Monza zur Sache. (dmz/ds)

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