Tote bei Protest gegen Nicaraguakanal

 

Der geplante Nicaraguakanal sorgt im eigenen Land für heftige Proteste (Foto: Wikimedia)

Managua, 24. Dezember 2014 – Bei Protesten gegen den Bau des Nicaraguakanals sind nach Angaben von Demonstranten vier Menschen ums Leben gekommen. Zwei Bauern und zwei Soldaten seien am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) in der Provinz Río San Juan erschossen worden, sagte der Sprecher des Rats für Landverteidigung und Souveränität, Nemesio Mejía, der Deutschen Presse-Agentur. Rund 50 Demonstranten wurden demnach verletzt. Die Behörden bestätigten die Angaben zunächst nicht.

Die Regierung verspricht sich von dem Bau der Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik einen wirtschaftlichen Aufschwung. Anwohner befürchten hingegen Enteignungen. Bei Protesten gegen das rund 50 Milliarden US-Dollar (40 Mrd. Euro) teure Bauvorhaben war bereits am Dienstag die Präsidentin der Oppositionspartei MRS, Ana Margarita Vijil, vorübergehend festgenommen worden. (dpa/dmz/hl)