Tote und Verletzte bei Kämpfen vor Waffenruhe in Kolumbien

 

Kämpfer der linken Guerilla-Organisation   Farc in Kolumbien (Foto: almomento.mx)

Bogotá, 10. Juli 2015 – Vor zwei Tagen hat die linke Guerilla-Organisation Farc in Kolumbien einseitig eine Waffenruhe angekündigt. Heute erschossen Guerillas im Süden von Kolumbien zwei Soldaten. Nach einem Militäreinsatz nach einem Granatangriff auf eine Polizeiwache wurden zudem drei Soldaten und ein Zivilist verletzt.

Wenige Tage vor Beginn einer Waffenruhe sind bei Gefechten zwischen den Streitkräften und der linken Guerillaorganisation Farc im Süden von Kolumbien zwei Soldaten getötet worden. Die Männer seien im Department Caquetá erschossen worden, teilten die örtlichen Regierungsbehörden am Freitag mit. Drei weitere Soldaten wurden bei den Kämpfen demnach verletzt. Bei einem Militäreinsatz nach einem Granatangriff auf eine Polizeiwache im Department Cauca wurden Medienberichten zufolge drei Soldaten und ein Zivilist verletzt.

Am Mittwoch hatte die Farc-Guerilla eine einseitige Feuerpause angekündigt, die am 20. Juli in Kraft treten und einen Monat dauern soll. In den vergangenen Wochen war der Konflikt erneut eskaliert. Das Militär ging hart gegen die Guerillaeinheiten vor, diese griffen vermehrt Strom- und Erdölleitungen in dem Andenstaat an. Die kolumbianische Regierung und die Rebellen verhandeln seit Ende 2012 über eine Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts. (dmz/dpa/hl)