Trump legt nach: „Mexiko ist eine Gefahr für Menschen, Jobs und Handel“

US-Tycoon Donald Trump scheinen die Boykott-Ankündigen von NBC, Televisa und Co. kalt zu Lassen (Foto: Al Momento)

Mexiko-Stadt, 30. Juni 2015 – Donald Trumps Verbalangriff auf Mexikaner und Latinos zieht weitere Kreise: Die mexikanische Kandidatin zur Miss Universe wird aus Protest nun nicht an der Trump-Produktion teilnehmen, auch Televisa und OraTV kündigten einen Boykott an. Ungeachtet dessen legte Trump noch einmal nach: Er liebe das mexikanische Volk, aber Mexiko sei kein Freund der USA.

Wegen der fremdenfeindlichen Äußerungen von Donald Trump hat Mexiko seine Teilnahme an der von dem US-Milliardär organisierten Wahl zur Miss Universe abgesagt. „Als Mexikanerin bin ich beleidigt und empört. Wir werden nicht an der Miss-Universe-Wahl teilnehmen“, schrieb die Geschäftsführerin des nationalen Schönheitswettbewerbs Nuestra Belleza, Luptita Jones, am Dienstag auf Twitter.

Wegen der fremdenfeindlichen Äußerungen von Donald Trump hat Mexiko seine Teilnahme an der von dem US-Milliardär organisierten Wahl zur Miss Universe abgesagt. „Als Mexikanerin bin ich beleidigt und empört. Wir werden nicht an der Miss-Universe-Wahl teilnehmen“, schrieb die Geschäftsführerin des nationalen Schönheitswettbewerbs Nuestra Belleza, Luptita Jones, am Dienstag auf Twitter.

Die mexikanische Kandidatin Wendolly Esparza wird nun nicht an der Wahl zur Miss Universe im kommenden Jahr teilnehmen. 2010 hatte die Mexikanerin Ximena Navarrete den Titel gewonnen.

Am Vortag hatte bereits der mexikanische Fernsehsender Televisa seine Geschäftsbeziehungen mit Trump abgebrochen und sich gegen jede Form von „Diskriminierung und Rassismus“ ausgesprochen. Auch der von Carlos Slim gegründete Sender OraTV kündigte seine Geschäftsbeziehungen mit Trump auf. Ebenso kündigten die US-Sender Univision und NBC an, die von Trump organisierten Schönheitswettbewerbe Miss America und Miss Universe nicht auszustrahlen. Auch südamerikanische Musiker und Moderatoren sagten ihre Teilnahme an der Miss-USA-Wahl ab.

Unbeindruckt von der Kritik legte Trump selbst noch einmal verbal am Dienstag nach. „Ich liebe das mexikanische Volk, aber Mexiko ist nicht unsere Freund“, twitterte er. „Sie bringen uns an der Grenze um und sie bedrohen unsere Jobs und unseren Handel. KÄMPFT!“.

Trump hatte vor zwei Wochen seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner angekündigt. In seiner Rede sprach er abfällig über mexikanische Einwanderer in den USA. „Sie bringen Drogen, Verbrechen, Vergewaltiger“, sagte der Immobilienunternehmer. Er liebe Mexiko, sei aber gegen die Handelsvereinbarungen mit dem südlichen Nachbarn. „Wirklich schlecht für US-Arbeitsplätze, nur gut für Mexiko“, hieß es in Trumps Mitteilung weiter. Die USA sind seit Mitte der 1990er Jahre über das Freihandelsabkommen Nafta mit Mexiko verbunden. Seine Äußerungen lösten unter den Hispanics in den Vereinigten Staaten und in Lateinamerika Empörung aus. (dmz/ds mit Material von dpa)