Deutschland und Mexiko wollen „Allianz für die Zukunft“

 

Mexikos Außenminister José Antonio Meade kam zum ersten Traffen der Binationalen Kommission Mexiko-Deutschland nach Berlin (Foto: photothek.net / auswaertiges-amt)

Berlin, 9. Juni 2015 – Deutschland und Mexiko wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Künftig soll es alle zwei Jahre größere Treffen zwischen den Regierungen beider Länder geben. Die beiden Außenminister Frank-Walter Steinmeier und José Antonio Meade sprachen am Dienstag nach der ersten Sitzung der sogenannten bilateralen Kommission von einer „Allianz für die Zukunft“.

“Die Dimension unserer Beziehungen forderte eine neue Architektur und spiegelt den gemeinsamen Wunsch wider, uns einander immer näherzukommen”, sagte Meade zum Abschluss der ersten Kommissionssitzung in Berlin. Dabei gehe auch darum, “dass diese Beziehung nicht nur zum Nutzen unserer beiden Länder, sondern der beiden Regionen sein möge”.

Für Steinmeier “sind wir in einer Phase unserer Beziehungen angekommen, in der wir einen Sprung machen können, weshalb wir diesesr strategischen Kooperation mit der Binationalen Kommission Form geben”, erklärte der deutsche Außenminister. Die Kommission war im Juli vergangenen Jahres bei seinem Besuch in Mexiko beschlossen worden. Ähnliche Modelle der Zusammenarbeit gibt es schon mit Ländern wie Nigeria und Südafrika.

In mehreren Fachkommissionen geht es unter anderem um die Zusammenarbeit in der Außen- und Sicherheitspolitik, in der Entwicklungs- und Klimaschutzpolitik, in der Wissenschaft und Ausbildung sowie in der Kultur- und Bildungspolitik. Am Rande des Treffens wurden Vereinbarungen zur beruflichen Bildung und zur Zusammenarbeit im Verkehrswesen unterzeichnet. In Mexiko gibt es große Drogenkartelle, die viel Einfluss auf Politik und Verwaltung haben. Mexikos Außenminister versprach weitere Anstrengungen. Meade betonte aber auch, dass die Gewalt in jüngster Zeit bereits zurückgegangen sei. Steinmeier versprach deutsche Hilfe bei der Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität.

Mexiko ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in Lateinamerika. Mehr als 1500 deutsche Firmen haben dort eine Niederlassung. An den zweitägigen Gesprächen waren unter anderem auch die Wirtschafts-, Umwelt- und Bildungsministerien beider Länder beteiligt.

Im Anschluss ihres Treffens sind Steinmeier und sein mexikanischer Amtskollege gemeinsam nach Brüssel weitergereist, wo sie am Dienstagnachmittag an dem Außenministertreffen der EU mit den Staaten der CELAC (Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten) teilnehmen wollten. (dmz/hl mit Miaterial von dpa)