Gemüsegärten in Mexiko

Allein die Wohnanlage Emiliano Zapata rechnet 2014 mit einer Ernte von zwöf Tonnen Tomaten – Beispiel für erfolgreichen urbanen Gemüseanbau 

Mexiko-Stadt, 5. Dezember – Die Bewirtschafter grüner Dächer hoch über den StraÄŸen von Mexiko-Stadt können schon in diesem Jahr ihre erste Ernte einfahren. In dem Gewächshaus der Wohnanlage Emiliano Zapata (Delegation ālvaro Obregijn) sind die ersten 200 Salatpflänzchen gereift und konnten Ende November gepflückt werden. Bis Ende Dezember werden auÄŸerdem ungefähr 400 Kilogramm Tomaten erntereif sein. Die Erzeugnisse des Dachgartens sind für die 600 Familien der Siedlung bestimmt.

Bereits im Juli dieses Jahres berichtete die DMZ über das Projekt der Dachgärten in Mexiko-Stadt von Rodrigo PÄ©rez Canovas.Das Projekt hatte zum Ziel die Armut in Mexiko-Stadt zu verringern, eine Ernährung unabhängig von Supermarktketten zu sichern und eine nachhaltigere Wirtschaft zu schaffen. Die Siedlung Emiliano Zapata ist ein Beispiel für die ersten Erfolge solcher Projekte.

Das Gewächshaus in Emiliano Zapata erstreckt sich über 800 Quadratmeter. Bis Februar 2014 werden noch neun Mal Tomaten geerntet werden, was einem Zyklus und einer Produktion von insgesamt vier Tonnen entspricht. Neben Tomaten- und Salatpflanzen wurden auch Gemüsezwiebeln gesät. Diese werden bis Ende Februar 2014 erntereif sein; erwartet wird ein Ertrag von etwa 100 Kilogramm, teilte das Ministerium für ländliche Entwicklung und Gleichheit (SecretarÄ­a de Desarrollo Rural y Equidad, Sederec) nun mit.

Um den Ertrag der Dachgärten zu maximieren, werden Ableger von solchen Tomatenpflanzen gezüchtet, welche die Anzahl der Erntezyklen pro Jahr erhöhen, so die Behörden des Hauptstadtdistrikts. Geplant seien jährlich drei Zyklen, was einer Produktionsmenge von rund zwölf Tonnen Tomaten entspräche. AuÄŸerdem haben die Bewohner und Techniker der Sederec einige der jetzt geernteten Salatpflänzchen zurückgelegt. Diese sollen für die Entwicklung von Samen benutzt werden, welche die nächste Generation von Salatpflanzen sichern sollen.

Projekte dieser Art, an denen Eigentumswohnungsbesitzer, Eigentümer und/oder Bewohner von Wohneinheiten teilnehmen, sollen weiter gefördert werden. Dafür sollen kleinere Aktionen zur Förderung von Dachgemüsegärten auch von Regierungsinstitutionen initiiert und koordiniert werden. Entsprechende Vereinbarungen habe das Ministerium bereits mit den Delegationen ālvaro Obregijn, CuauhtÄ©moc, Miguel Hidalgo und Cuajimalpa im Sommer getroffen. (dmz/isb/hl)

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