Golf von Mexiko: Explosion auf Ölplattform reißt vier Menschen in den Tod

Amateuraufnahmen zeigen das Flammenmeer auf der Ölplattform (Foto: N24)

Mexiko-Stadt, 1. April 2015 – Mitten in der Nacht hat eine Explosion die Pemex-Ölbohrinsel „Abkatun“ vor der mexikanischen Küste erschüttert. Mindestens vier Arbeiter kamen in den Flammen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Etwa 300 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Unklar ist, ob auch Öl ausgetreten ist.

Bei einer Explosion auf einer Ölbohrinsel vor der südöstlichen Küste Mexikos sind mehrere Menschen in den Tod gerissen worden. Das staatliche Energieunternehmen Petróleos Mexicanos (Pemex) teilte mit, dass bei dem Unglück in der Bucht von Campeche vier Menschen ums Leben gekommen seien.

Mindestens 16 weitere seien verletzt worden, berichteten die Behörden am Mittwoch in Mexiko-Stadt. Die Feuerwehr sprach von 45 Personen, die Brandverletzungen erlitten hatten.

Nach Angaben von Pemex wurden nach dem Ausbruch des Feuers in den Morgenstunden etwa 300 Menschen in Sicherheit gebracht. Augenzeugen berichteten, einige Ölarbeiter hätten sich vor dem Feuer mit einem Sprung ins Wasser gerettet. Die Ursache der Explosion blieb zunächst unklar. Auch ist ungewiss, ob während des Unglücks größere Mengen an Öl ins Meer gelangten.

Das Feuer sei bei den Pump- und Entwässerungsanlagen der Plattform ausgebrochen, hieß es. Acht Schiffe versuchten, die Flammen auf der Plattform „Abkatun“ unter Kontrolle zu bringen. Die Opfer seien in Krankenhäuser der Stadt Ciudad del Carmen im benachbarten Bundesstaat Campeche gebracht worden.

Pemex-Chef Emilio Lozoya Austin twitterte, dass er an die Rettungsarbeiten an der Plattform aus der Luft überwache.

Bei Pemex gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Unglücke. Im Januar 2013 starben bei einer durch ausströmendes Gas verursachten Explosion im Pemex-Hauptquartier in Mexiko-Stadt 37 Menschen. Im September 2012 wurden 30 Menschen bei einer Explosion in einer Gasanlage im Nordosten des Landes getötet.

Der Unfall weckt zudem Erinnerungen an die Explosion auf der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ vor fünf Jahren. Die Explosion auf der Plattform am 20. April 2010 hatte elf Menschen getötet und die schlimmste marine Ölpest aller Zeiten ausgelöst. 87 Tage lang strömte ungehindert Öl in den Golf von Mexiko, es verschmutzte das Wasser und die Küsten in der Umgebung. (dmz/ds mit Material von dpa)